Wildschönau in Not: Rückgang bei Nächtigungen alarmiert Tourismus!

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Tirols Sommertourismus 2023 zeigt Rückgänge in Wildschönau. Strategien zur Qualitätssteigerung und Winteroptimierung vorgestellt.

Tirols Sommertourismus 2023 zeigt Rückgänge in Wildschönau. Strategien zur Qualitätssteigerung und Winteroptimierung vorgestellt.
Tirols Sommertourismus 2023 zeigt Rückgänge in Wildschönau. Strategien zur Qualitätssteigerung und Winteroptimierung vorgestellt.

Wildschönau in Not: Rückgang bei Nächtigungen alarmiert Tourismus!

Der Tiroler Sommertourismus zeigt sich für das Jahr 2023 durchwachsen. Während in der Gesamtstatistik ein positives Bild mit 20,8 Millionen Übernachtungen und einem Anstieg der Gästeankünfte um 3,7 % verzeichnet werden kann, blickt die Region Wildschönau auf einen deutlich spürbaren Rückgang zurück. Laut Krone betrug der Rückgang bei den Nächtigungen im Hochtal Wildschönau 7,2 Prozent, was zu insgesamt 374.000 Nächtigungen zwischen Mai und Oktober führte. Dies stellt den niedrigsten Wert in Tirol dar und ist seit 2019 ein besorgniserregendes Signal mit einem Rückgang insgesamt von 14 Prozent.

TVB-Obmann Christoph Brugger und Geschäftsführer Michael Mairhofer sprechen von einem Weckruf für die Region. Ziel ist eine Abkehr vom Image einer günstigen Schüler- und Billigdestination, hin zu einer Qualitätspositionierung, um die Wildschönau als eine der attraktivsten Regionen in Tirol neu zu positionieren. Ideen zur Neuorientierung beinhalten Markenentwicklung, Angebotsoptimierung und infrastrukturelle Verbesserungen.

Positive Entwicklungen im Gesamtüberblick

Trotz der Herausforderungen in der Wildschönau bleibt Tirol insgesamt ein gefragtes Urlaubsland. Die Tiroler Tourismusstatistik verzeichnete in den ersten fünf Monaten der Sommersaison ein Plus bei Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr. Größte Gewinner unter den Tourismusregionen waren Ischgl, Kitzbühel, St. Anton am Arlberg und Sölden mit teils zweistelligen Zuwächsen. Während die Wildschönau, Zell am Ziller und Ellmau Rückgänge erfuhren, berichteten 63 % der Unterkunftsbetriebe in Tirol von einem wirtschaftlichen Erfolg.

Auf den Hochtal Wildschönau entfallen seit 2019 besonders hohe Rückgänge, wie auch Wildschönau.tv berichtet. Mit einem Rückgang von 6,6 % stellt diese Situation eine bedeutende Herausforderung dar. Zudem sind steigende Kosten in der Branche zu beobachten. Viele Betriebe können gestiegene Kosten nicht vollständig an ihre Gäste weitergeben.

Ausblick auf die Wintersaison

Positiv stimmen die aktuellen Winterbuchungen aus Bayern und Süddeutschland, die als Lichtblick in der aktuellen Situation gelten. Gerade Weihnachten und Neujahr sind stark nachgefragt. Laut Berichten sind 82 % der Unterkunftsbetriebe zuversichtlich hinsichtlich der bevorstehenden Wintersaison. Tirol Werbung plant zudem, rund 8 Millionen Euro in Kommunikationsmaßnahmen zu investieren und wird auch am Austria House bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Cortina teilnehmen.

Für die kommende Wintersaison rechnet die Region mit einem Budget von 4,4 Millionen Euro und plant, neue Winter-Events unter dem Motto „Sound on Snow“ anzubieten, die Musikauftritte und ein ABBA-Event umfassen. Die Bettenauslastung wurde zuletzt mit 119 Tagen als ausbaufähig eingestuft, und eine Gästebefragung ergab eine Wertschöpfung von 201 Euro pro Tag im Winter sowie 174 Euro pro Tag im Sommer.

Insgesamt zeigt die Tiroler Statistik für die Wintersaison 2024/25, dass 26,4 Millionen Übernachtungen generiert wurden, was einem Zuwachs von 276.000 Übernachtungen (1,4 %) im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders Ferienwohnungen und hochwertige Hotels haben zu diesem Zuwachs beigetragen. Die Region könnte sich also auf Veränderung einstellen und schrittweise wieder zu einer stärkeren touristischen Anziehungskraft finden, auch wenn die Herausforderungen nicht zu unterschätzen sind.