Schiedsrichter-Chaos: VAR sorgt für Unmut und Kritik in der Bundesliga!
Im Überblick über VAR-Entscheidungen in der Bundesliga am 13.10.2025: Schiedsrichter-Fehler und geplante Transparenzmaßnahmen.

Schiedsrichter-Chaos: VAR sorgt für Unmut und Kritik in der Bundesliga!
Im österreichischen Fußball wächst der Unmut über die Unklarheiten bei Schiedsrichter-Entscheidungen und den Eingriffen des Video-Assistenten (VAR). Ein Blick zurück auf die ersten neun Runden der Bundesliga während der Länderspielpause zeigt, dass die Probleme weitreichend sind und zahlreiche Trainer und Fans betreffen. Besonders hervorzuheben sind die fragwürdigen Entscheidungen im Spiel WSG Tirol gegen LASK, wo Schiedsrichter Jakob Semler sowohl ein klares Niederstoßen als auch ein Handspiel übersah. Der VAR griff lediglich beim Handspiel ein, was die Diskussionen um inkonsistente Urteile anheizte, wie laola1.at berichtet.
Die verschiedenen Urteile in ähnlichen Spielsituationen sorgten für Verwirrung. Während im Spiel LASK gegen Austria Wien kein Elfmeter trotz klarer Fouls verhängt wurde, wurden in anderen Partien, wie Blau-Weiß Linz gegen SV Ried und GAK gegen Rapid, Strafstöße aufgrund von Handspiel und Foulvergehen gegeben. Solche Diskrepanzen verstärken die Skepsis gegenüber der Wahrnehmung der Schiedsrichter und deren Entscheidungen. Die Überprüfung durch VAR Österreich verteidigte die getroffenen Entscheidungen, erwähnte jedoch einen Fehler: Das Tor im Spiel Ried gegen GAK hätte gegeben werden müssen.
Kritik und Maßnahmen zur Transparenz
Die Kritik an den VAR-Eingriffen und den jungen Schiedsrichtern werden auch von ehemaligen Schiedsrichtern in den Medien verstärkt. Schiri-Boss Viktor Kassai bezeichnete einen Fehler pro Runde als akzeptabel, was im Vergleich zu den vorangegangenen Runden als Verbesserung gilt. Der Unmut wird jedoch auch durch die unterschiedliche Beurteilung ähnlicher Spielsituationen genährt. Beispielhaft ist die Entscheidung im Wiener Derby, wo kein VAR-Eingriff erfolgte, während bei anderen Spielen entschiedene Fehler nach Ansicht von Fachleuten unbestraft blieben.
Um die Transparenz bei Schiedsrichter-Entscheidungen zu erhöhen, startet am 20. Spieltag in der Bundesliga und 2. Bundesliga ein Pilotprojekt. Laut bundesliga.com werden in neun ausgewählten Stadien Schiedsrichterentscheidungen über Stadionlautsprecher bekannt gegeben. Ziel ist es, den Fans ein besseres Verständnis der VAR-Entscheidungen zu ermöglichen. Informationen über die Spielszene, den Ausgang der Überprüfung sowie die endgültige Entscheidung werden direkt im Stadion und in den Live-Übertragungen mitgeteilt. Zu den teilnehmenden Clubs gehören unter anderem FC Bayern München, Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt.
Erste Testspiele und Zukunftsperspektiven
Die ersten Tests finden im Zeitraum vom 31. Januar bis 2. Februar 2025 statt. Zu den Partien zählen etwa Fortuna Düsseldorf gegen SSV Ulm und FC Bayern gegen Holstein Kiel. DFL-Direktor Ansgar Schwenken hebt hervor, dass dieses Vorhaben einen Schritt in Richtung Aufklärung für die Zuschauer darstellt. Auch der Geschäftsführer der DFB Schiri GmbH, Knut Kircher, unterstützt die Initiative, die bereits in Trainingslagern mit den Schiedsrichtern geübt wurde, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
Trotz dieser Maßnahmen könnte sich die Kritik am Videobeweis fortsetzen, da die Regeln im Fußball oftmals schwer nachzuvollziehen bleiben. dw.com berichtet, dass die DFL die Testergebnisse am Saisonende auswerten wird, um zu entscheiden, ob solche Durchsagen dauerhaft eingeführt werden sollen. Angesichts der bisherigen Schwierigkeiten und Herausforderungen stellt sich die Frage, ob die erneuten Maßnahmen wirklich zu einer Verbesserung der Akzeptanz von VAR und Schiedsrichterentscheidungen führen können.