Am 18. Jänner 2026 fand in Sapporo, Japan, das zweite Springen im Rahmen des Skisprung-Weltcups der Herren statt. Sieger des Wettbewerbs war der Slowene Domen Prevc, der damit seinen neunten Sieg in nur 13 Einzelkonkurrenzen seit Dezember feierte. Der Österreicher Daniel Tschofenig landete auf dem dritten Platz und erzielte mit 138,5 Metern den weitesten Sprung des Wettkampfs, gemeinsam mit dem Japaner Ryoyu Kobayashi, der den zweiten Platz belegte.
Tschofenig hatte am Ende 11,9 Punkte Rückstand auf Prevc, der mit Sprüngen von 137,5 m und 136,5 m überzeugen konnte. Manuel Fettner und Jan Hörl, ebenfalls aus Österreich, rundeten die gute Teamleistung des ÖSV ab, indem sie den vierten und fünften Platz belegten. Fettner verpasste damit seinen zweiten Podestplatz in der laufenden Saison, hat jedoch vier Top-Ten-Platzierungen in Folge erreicht. Die Gesamtwertung des Weltcups zeigt Tschofenig auf dem sechsten Platz, während Hörl als Vierter geführt wird. Maximilian Ortner und Stephan Embacher ergänzten das starke Abschneiden auf den Plätzen sieben und acht.
Disqualifikation und Saisonverlauf
Ein weiterer Österreicher, Stefan Kraft, der am Vortag den neunten Platz belegte, konnte am zweiten Springen nicht teilnehmen, da er aufgrund eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert wurde. Dies wirft einen Schatten auf den bisherigen Verlauf der Saison, die noch weitere Herausforderungen bereithält. Vor den Olympischen Winterspielen in Mailand/Cortina stehen für die Athleten die Skiflug-Weltmeisterschaft in Oberstdorf und zwei weitere Weltcups in Willingen auf dem Programm.
Die Wettkämpfe in Sapporo erstreckten sich über das Wochenende vom 16. bis 18. Jänner 2026, wobei die Okurayama-Schanze mit einer Hill-Size von 137 Metern das einzige Wettkampf-Wochenende im asiatischen Weltcup darstellt. Die Schanze wurde 1931 erbaut und zuletzt 2016 umgebaut. Sie weist eine Zuschauerkapazität von 44.000 auf und ist bekannt für ihre anspruchsvollen Bedingungen. Am Freitag begann das Wochenende mit einem offiziellen Training und der Qualifikation, während am Samstag der Einzelwettkampf stattfand.
Deutsche Teilnehmer und Erwartungen
Die deutschen Athleten hatten einen durchwachsenen Auftritt in Sapporo. Philipp Raimund, der als bester Deutscher auf dem 15. Platz landete, konnte die Hoffnungen auf höhere Platzierungen nur teilweise erfüllen. Karl Geiger, der 27. wurde, benötigt für die Teilnahme an den Olympischen Spielen zwei Top-15-Platzierungen oder einmal ein Top-8-Ergebnis, was ihm in dieser Saison bisher noch nicht gelang. Luca Roth schloss den Wettkampf auf dem 31. Platz ab, während Felix Hoffmann, Andreas Wellinger und Pius Paschke auf die Wettbewerbe verzichteten.
Insgesamt war das Wochenende in Sapporo prägend für den Wettbewerb im Skispringen, nicht nur aufgrund der herausragenden Leistungen der Athleten, sondern auch wegen der Herausforderungen, die die Athleten auf dem Weg zu den Olympischen Spielen erwarten. Während sich die Weltcup-Serie fortsetzt, bleibt abzuwarten, wie die Athleten ihre Form halten und sich auf die entscheidenden Wettbewerbe vorbereiten werden.
Weitere Informationen zu den Wettkämpfen in Sapporo finden Sie bei Vienna.at, News.de und Skispringen.com.