
Am 27. Februar 2025 kam es im Bayerischen Geschichtsmuseum in Ingolstadt zu einem ernsthaften Vorfall. Während Wartungsarbeiten entwich Kältemittel aus einer Kältemaschine im Keller des Museums. Alarmiert durch eine Gefahrstoffmeldung wurden um 14:15 Uhr die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr aktiviert, die bereits vor Ort von einem Mitarbeiter einer Fachfirma für Kälteanlagen erwartet wurden. Dieser informierte die Feuerwehr über das Austreten eines gasförmigen, ungiftigen Kältemittels, das jedoch sauerstoffverdrängend ist. Um die Sicherheit der Museumsbesucher zu gewährleisten, wurde das Museum umgehend geräumt.
Feuerwehr im Einsatz
Nachdem die Feuerwehr eintraf, begaben sich die Einsatzkräfte mit Atemschutz und Gasmessgerät in den Keller, um die Lage zu erkunden. Ein Leck in der Kältemaschine konnte rasch lokalisiert werden, doch der über das Notausschalter initiierte Abbruch des Austritts blieb erfolglos. Daher musste die Feuerwehr die Leckage provisorisch abdichten und das gesamte Gebäude belüften, um den Kältemittelgehalt zu senken. Neben Feuerwehr und Rettungsdiensten waren auch die Polizei sowie ein Chemie-Fachberater vor Ort, um die Situation zu beurteilen. Um 17 Uhr wurde die Wachbesetzung aufgehoben, nachdem sichergestellt war, dass keine Gefahr mehr bestand.
Kältemittel spielen eine entscheidende Rolle in Kühlsystemen. Sie entziehen der Umgebung Wärme, um Kühlung zu erzeugen, indem sie bei Verdampfung Wärme aufnehmen und bei Verflüssigung wieder abgeben. Diesen physikalischen Effekt nutzen Kältemaschinen, wie in dem Vorfall beschrieben. Der Einsatz von Kältemitteln ist weit verbreitet, und in modernen Anlagen wird auf eine geschlossene Kreislaufwirtschaft gesetzt, um den Materialverbrauch zu minimieren (Umweltbundesamt). Die Sicherheit solcher Systeme ist entscheidend, um ähnliche Vorfälle in der Zukunft zu vermeiden.
Details zur Meldung