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In Ravensburg wird der Bahnhof bald unter strenger Videoüberwachung stehen! Angesichts steigender Kriminalitätsraten und alterser gewalttätiger Vorfälle hat die Stadt die Entscheidung getroffen, Kameras zu installieren. Oberbürgermeister Daniel Rapp gab am Dienstag bekannt, dass die rechtlichen Voraussetzungen überprüft wurden und die Maßnahmen nun schnellstmöglich umgesetzt werden sollen. Hintergrund ist ein besorgniserregender Anstieg von Straftaten, insbesondere im Zusammenhang mit der Trinker- und Drogenszene. Die Polizei bestätigte, dass die Sicherheitslage am Bahnhof und dem benachbarten Busbahnhof angespannt ist, was die dringende Notwendigkeit dieser Maßnahmen unterstreicht, wie VOL.AT berichtete.
Oberbürgermeister Rapp betont, dass die Videoüberwachung eine doppelte Funktion erfüllt: "Sie hilft nicht nur bei der Aufklärung von Straftaten, sondern hat auch eine abschreckende Wirkung." Sowohl über die geplante Installation als auch über die damit verbundenen Hinweisschilder wird die Bevölkerung informiert. Unterstützung erhält die Stadt auch von der Bevölkerung und verschiedenen Institutionen, die die Sicherheitslage am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) als inakzeptabel betrachten. Nach schweren Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen am ZOB sieht die Stadt die Kriterien für einen Kriminalitätsschwerpunkt erfüllt und setzt rechtliche Hürden außer Kraft, die einer Videoüberwachung bislang entgegenstanden, wie Wochenblatt-News feststellt.
Die Videoüberwachung wird Teil eines umfassenden Sicherheitskonzepts sein, welches auch eine verstärkte Streetwork-Präsenz und verbesserte Beleuchtung umfasst. Rapp fordert zudem eine Senkung der rechtlichen Hürden für zukünftige Maßnahmen: "Menschenschutz muss vor Datenschutz gehen." Damit solle sichergestellt werden, dass sich die Bürger in Ravensburg wieder sicher fühlen können. Die Kameras bieten nicht nur Überwachungsmöglichkeiten, sondern ihre Aufnahmen werden nach 72 Stunden automatisch gelöscht und nur im Bedarfsfall für Ermittlungen genutzt.
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