Anstieg gefährlicher Pestizide in Österreich: Gesundheitsrisiko für alle!

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Anstieg der Pestizid-Anwendung in Österreich: Gesundheitsrisiken durch gefährliche Stoffe, insbesondere PFAS, im Fokus.

Anstieg der Pestizid-Anwendung in Österreich: Gesundheitsrisiken durch gefährliche Stoffe, insbesondere PFAS, im Fokus.
Anstieg der Pestizid-Anwendung in Österreich: Gesundheitsrisiken durch gefährliche Stoffe, insbesondere PFAS, im Fokus.

Anstieg gefährlicher Pestizide in Österreich: Gesundheitsrisiko für alle!

In Österreich ist der Einsatz von Pestiziden mit hohem Risiko in den letzten Jahren stark gestiegen. Laut einer aktuellen Studie, die von Global 2000 im Auftrag der Grünen durchgeführt wurde, ist die potenziell pestizidbehandelte Fläche von 2010 bis 2024 um 22 Prozent auf 7,5 Millionen Hektar angewachsen. In diesem Kontext ist besonders der Anstieg der Flächen mit PFAS-haltigen Pestiziden alarmierend, die von 0,53 Millionen auf 1,46 Millionen Hektar, also um über 175 Prozent, zugenommen haben. Diese Zahlen stehen im Einklang mit einem allgemeinen Trend, der zwischen 2015 und 2023 einen Anstieg von 25 Prozent der PFAS-Pestizidanwendung in Österreich zeigt.

Der Geschäftsführer von Global 2000, Voglauer, hat die kritischen Zahlen als Gesundheitsrisiko für in der Landwirtschaft tätige Personen untermauert und die Untätigkeit von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) kritisiert. Während die Datenlage für einzelne Wirkstoffe variiert, ist die Gefahr der Pestizide, die viele neurotoxische Eigenschaften besitzen und das Risiko für Parkinson erhöhen könnten, evident. Zudem wird betont, dass kein Wirkstoff als harmlos angesehen werden kann.

Anstieg der PFAS-Pestizide und gesundheitliche Bedenken

Der Einsatz von PFAS-haltigen Pflanzenschutzmitteln ist nicht nur in Österreich ein Thema, sondern betrifft auch andere EU-Länder. In Deutschland enthalten von 278 zugelassenen Wirkstoffen einige solche chemischen Gruppen, die die Anwendungseigenschaften der Pestizide verbessern, jedoch auch mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden sind. Der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter hat daher den vermehrten Einsatz dieser Mittel kritisiert und fordert eine strengere Regulierung.

Eines der besorgniserregendsten Abbauprodukte von PFAS-haltigen Pestiziden ist Trifluoressigsäure (TFA), das als „Ewigkeitschemikalie“ gilt und sich in Wasser anreichert. TFA wurde in Leitungs- und Mineralwasser sowie in Flüssen in ganz Europa nachgewiesen. Dies wirft ernste Fragen hinsichtlich der Sicherheit von Trinkwasser und der Umwelt auf. Im Jahr 2023 wurden in Österreich insgesamt 110.129 Kilogramm PFAS-Pestizide verkauft.

Rechtliche und politische Dimensionen

Die Diskussion um PFAS-haltige Pestizide wird auch auf politischer Ebene geführt. Ein Rechtsgutachten im Auftrag von Global 2000 hebt hervor, dass Österreich verpflichtet sei, diese Pestizide zu verbieten. Im Parlament haben die Grünen einen Antrag auf ein Verbot eingebracht, dieser wurde jedoch im Landwirtschaftsausschuss von den Regierungsfraktionen vertagt. Während andere Länder wie Dänemark bereits nationale Verbote für PFAS-Pestizide erlassen haben, bleibt die Situation in Österreich weiterhin angespannt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die zunehmende Nutzung von Pestiziden, insbesondere die mit PFAS, sowohl aus gesundheitlicher als auch aus umweltschutztechnischer Sicht kritisch zu betrachten ist. Es bedarf dringender Maßnahmen und eines klaren politischen Willens, um künftige Gefahren zu minimieren und die Gesundheit von Menschen und Natur zu schützen. Weitere Informationen zu diesen Themen finden Sie in den Berichten von Kleine Zeitung, Umweltbundesamt und ORF.