Österreich sieht sich immer wieder mit den verheerenden Folgen von Überschwemmungen konfrontiert. Ein aktueller Bericht von 5min.at zeigt, dass viele Betroffene unter den psychologicalen Auswirkungen dieser Naturkatastrophen leiden. Die jüngsten schweren Überschwemmungen in Niederösterreich im letzten Jahr haben die Besorgnis der Menschen in gefährdeten Gebieten erneut geschürt. Über 400.000 Österreicher leben in Hochwasserzonen und kämpfen regelmäßig mit den Ängsten, die mit der Bedrohung durch Wasser einhergehen.

So berichtet etwa Sepp Istenig, dessen Haus 2019 durch einen Erdrutsch verwüstet wurde. Er leidet bis heute unter Schlafstörungen, die durch die traumatischen Erlebnisse hervorgerufen wurden. Auch Ute Kindlinger, die in der Hochwasserzone von Walding lebte, zog nach dem Donauhochwasser 2013 weg und hat sich mit den Folgen der Naturkatastrophe auseinandergesetzt. Diese persönlichen Geschichten verdeutlichen die Herausforderungen, mit denen die Menschen in diesen Regionen konfrontiert sind.

Medienberichterstattung und öffentliche Diskussion

Am 3. November 2025 wird ORF2 und ORF ON eine Sendung zu diesem Thema ausstrahlen. Moderiert von Christoph Feurstein, wird die Show mehrere Fälle vorstellen, um ein umfassenderes Bild der aktuellen Situation in Österreich zu vermitteln. Dies könnte der Anfang einer breiteren Diskussion darüber sein, ob Betroffene in Hochwasserzonen wohnen bleiben oder die Konsequenzen ihres Wohnorts in Kauf nehmen sollten.

Internationale Perspektiven auf das Thema Überschwemmungsrisiken zeigen, dass auch in Deutschland zahlreiche Maßnahmen zur Risikoeinschätzung getroffen wurden. Laut GDV gibt es dort ein Zonierungssystem namens „ZÜRS Geo“, das über 22 Millionen Adressen umfasst. Diese Adressen werden in vier Gefährdungsklassen unterteilt, die von einem geringen bis zu einem extrem hohen Risiko reichen. Dies stellt eine wichtige Informationsquelle für Hauseigentümer dar, die in Gebieten mit hohem Hochwasser-Risiko wohnen.

Gefährdungsklasseneinteilung in Deutschland

Gefährdungsklasse Beschreibung
Gefährdungsklasse 1 geringstes Risiko
Gefährdungsklasse 2 durch Deiche geschützt, die 100-jährliches Hochwasser abhalten
Gefährdungsklasse 3 nicht ausreichend durch Deiche geschützt
Gefährdungsklasse 4 höchstes Risiko

Diese Klassifizierung hilft nicht nur den Versicherern, die Risiken besser einschätzen zu können, sondern ermöglicht auch den Verbrauchern, ihre individuellen Risiken durch einen kostenlosen Hochwasser-Check zu evaluieren. Dieser ist ohne Anmeldung verfügbar und bietet eine Risikoeinschätzung für 22,4 Millionen Adressen in Deutschland.

Während in Österreich der Fokus stark auf den persönlichen Schicksalen der Betroffenen liegt, zeigt sich in Deutschland eine systematische Herangehensweise zur Risikoeinschätzung. Gespräche in beiden Ländern sollten auf die Fragestellung abzielen, wie man weiterhin in diesen gefährdeten Zonen leben kann oder welche Maßnahmen notwendig sind, um einen sicheren Wohnraum zu schaffen. Die Herausforderungen im Umgang mit Naturgewalten bleiben in beiden Ländern ein drängendes Thema, das dringenden Handlungsbedarf aufzeigt.

Für weitere Informationen können Leser die Artikel auf 5min.at, GDV und Stack Overflow einsehen. Diese Diskussionen und Berichterstattungen leisten einen wertvollen Beitrag zur Sensibilisierung für dieses wichtige Thema.