Alkoholvergiftung und Gewalt: Mann bedroht Lebensgefährtin in Wien!
Ein alkoholisierter Mann greift in Wien seine Partnerin an und flüchtet, trotz bestehendem Annäherungsverbot.

Alkoholvergiftung und Gewalt: Mann bedroht Lebensgefährtin in Wien!
In der Nacht auf Dienstag wurde ein 30-jähriger Mann in Wien-Floridsdorf festgenommen, nachdem er seine 47-jährige Lebensgefährtin brutal attackiert hatte. Laut oe24.at schlug und trat der Mann die Frau in ihrer eigenen Wohnung und bedrohte sie zudem mit dem Umbringen. Der Beschuldigte war mit einem hohen Alkoholgehalt von 4,2 Promille unterwegs und hatte zuvor der Frau ihr Handy weggenommen, um ihre Flucht zu verhindern.
Der Vorfall eskalierte, als die Frau die Gelegenheit nutzte, während der Mann zur Toilette ging. Mutig konnte sie im Bademantel aus der Wohnung auf die Straße fliehen. Der Mann, der wenige Stunden später die Flucht ergriff, wurde am selben Tag von der Polizei festgenommen, als er in die Wohnung zurückkehrte. Diese aggressive Auseinandersetzung ist nicht der erste Vorfall: Eine Woche zuvor wurde gegen den Mann ein Betretungs- und Annäherungsverbot verhängt, nachdem es bereits mehrere Gewalttaten in der Partnerschaft gegeben hatte.
Gewalt gegen Frauen: Ein weit verbreitetes Problem
Gewalt gegen Frauen ist ein weit verbreitetes gesellschaftliches Problem. Nach Statista sind in Deutschland im Jahr 2023 etwa 181.000 der 256.000 gemeldeten Opfern von häuslicher Gewalt weiblich. Die Daten verdeutlichen, dass rund 71% der Opfer Frauen sind, wobei nahezu 80% der Opfer von Partnerschaftsgewalt Frauen betroffenen. Häusliche Gewalt, welche körperliche und psychische Übergriffe umfasst, wird als besonders traumatisierend empfunden.
In Deutschland wird jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von physischer oder sexualisierter Gewalt. Besonders besorgniserregend ist, dass Frauen oft unter einem hohen Dunkelfeld leiden, da viele Übergriffe nicht gemeldet werden. Scham und Schuldgefühle tragen zur Anzeigebereitschaft bei, wodurch viele Opfer niemandem von ihren Erlebnissen erzählen.
Hilfsangebote und Schutzmaßnahmen
Angesichts der weitverbreiteten Gewalt gegen Frauen sind Hilfsangebote unerlässlich. Der Bund hat verschiedene Initiativen, um Frauen vor Gewalt zu schützen, wie beim BMBF dokumentiert. Dazu zählen Beratungsstellen und Notrufnummern wie das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“, das 2023 rund 86.700 Kontaktaufnahmen verzeichnete.
Trotz dieser Angebote bleibt die Dunkelziffer unklar. Der Bedarf an geschützten Unterkunftsmöglichkeiten ist groß, und in vielen Fällen gibt es nicht ausreichend Plätze in Frauenhäusern. Der Schutz von Frauen vor Gewalt ist eine gemeinsame Aufgabe der Gesellschaft und erfordert ein effektives Handeln, um zukünftige Gewaltakte zu verhindern.