Am 2. Februar 2026 um 15:35 Uhr wurde in Klagenfurt ein versuchter Telefonbetrug gemeldet, bei dem eine unbekannte Tätergruppe einen 80-jährigen Mann kontaktierte. Die Betrüger gaben sich als Polizisten aus und informierten den Senior, dass sein Sohn festgenommen worden sei. Nur durch die Zahlung einer Kaution von mehreren zehntausend Euro könne dieser freikommen. Diese manipulative Taktik ist ein typisches Muster von Trickbetrügern, die auf ältere Menschen abzielen, um ihnen Geld oder Kontodaten zu entlocken.

Der 80-Jährige reagierte jedoch richtig, erkannte den Betrugsversuch frühzeitig und beendete das Telefonat selbstständig. Er informierte danach umgehend die Polizei, sodass es zu keiner Geldübergabe kam und kein finanzieller Schaden entstand. Die Polizei hat eindringlich vor der Masche der „Falsche-Polizisten“ gewarnt und appelliert an die Bevölkerung, wachsam zu sein und insbesondere ältere Angehörige über solche Betrugsversuche aufzuklären. Viele dieser Anrufe erfolgen häufig von unbekannten oder unterdrückten Rufnummern, was das Erkennen der Betrüger erschwert.

Beliebte Methoden der Betrüger

Die häufigsten Methoden, die von Trickbetrügern verwendet werden, umfassen automatisierte Ansagen von Institutionen wie Europol oder Interpol. Anrufer fordern dann Geldüberweisungen oder die Herausgabe von Wertsachen. Eine weit verbreitete Masche ist die Behauptung, dass Hinweise auf einen geplanten Einbruch vorliegen. Die Betrüger vermitteln, dass Bargeld und Wertgegenstände im Haus der Opfer nicht sicher sind und drängen die Opfer dazu, diese Wertsachen einem „Polizisten in Zivil“ zu übergeben.

  • Automatische Ansagen von „Europol“ oder „Interpol“
  • Behauptung, dass Geld und Wertsachen im eigenen Haus gefährdet sind
  • Drohungen mit Handlungen gegen die polizeilichen Ermittlungen

Die Polizei führt aus, dass echte Polizeibehörden niemals solche Forderungen stellen werden. Bei verdächtigen Anrufen sollten Betroffene umgehend auflegen und sich an die örtliche Polizeidienststelle wenden, um Anzeige zu erstatten.

Ein großer Betrugsmarkt

Der Betrug durch falsche Polizisten hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Allein im Jahr 2022 haben Täter in Deutschland Millionen Euro erbeutet, wobei die Stadt Izmir in der Türkei als Zentrum für diesen Callcenter-Betrug bekannt ist. Betrüger geben sich häufig nicht nur als Polizisten, sondern auch als Staatsanwälte oder Bankmitarbeiter aus. Die Ermittlungen sind schwierig, da viele Täter oftmals aus Deutschland geflohen sind und in der Türkei leben.

Ein Beispiel für die Organisation der Betrüger stellt ein anonym bleibender Täter dar, der berichtet, dass er in nur fünf Stunden 25.000 Euro erbeutete. Diese gut organisierten Betrüger nutzen Techniken wie „Call ID Spoofing“, um deutsche Telefonnummern anzuzeigen und somit die Glaubwürdigkeit ihrer Anrufe zu erhöhen. Die Zusammenarbeit zwischen den deutschen und türkischen Ermittlungsbehörden ist notwendig, um solchen ausgeklügelten Betrugsmaschen entgegenzuwirken.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bürger über die Gefahren dieser Betrugsversuche aufgeklärt werden müssen. Die Polizei betont die Wichtigkeit, dass Angehörige besonders ältere Menschen informieren und sie sensibilisieren, um sie vor diesen Machenschaften zu schützen. Schützen Sie sich selbst und Ihre Familie – ein schnelles Handeln kann vor finanziellem Verlust bewahren.

Für weitere Informationen über Betrugsmaschen können die Berichte von Klick Kärnten, Verbraucherzentrale und Tagesschau konsultiert werden.