17-Jähriger in Stockerau: Drohung mit Sprengstoff gegen Schule!
Ein 17-jähriger Schüler in Stockerau wird wegen Drohungen gegen seine Schule festgenommen. Polizei ermittelt intensiv.

17-Jähriger in Stockerau: Drohung mit Sprengstoff gegen Schule!
Ein 17-jähriger Schüler steht im Verdacht, eine Drohung gegen eine Mittelschule in Stockerau ausgesprochen zu haben. Der Jugendliche soll angekündigt haben, die Schule „in die Luft zu jagen“. Er wurde in Oberösterreich festgenommen, wobei die Ermittlungen von der Staatsanwaltschaft Steyr geleitet werden. Laut Sprecher Andreas Pechatschek wird aktuell geprüft, wie ernst diese Drohung war und ob der Schüler in der Lage gewesen wäre, sie umzusetzen. Für die betroffene Schule besteht jedoch momentan keine konkrete Gefährdungslage. Polizei und Justiz nehmen derartige Drohungen sehr ernst, und die Untersuchungen laufen intensiv.
In den letzten Wochen gab es mehrere bedrohliche Vorfälle an Schulen. So wurden am Mittwoch der Vorwoche und am vergangenen Montag Drohungen gegen eine Schule im Bezirk Vöcklabruck ausgesprochen. Ein unbekannter Täter schickte mehrfach Drohmails und kündigte an, eine Bombe zünden zu wollen. Diese Bedrohungen führten zur Evakuierung von etwa 500 Schülerinnen und Schülern sowie dem anwesenden Lehrpersonal. Intensive Ermittlungen führten zur Identifizierung eines 14-jährigen Schülers, der gestand, die E-Mails versendet zu haben. Die Staatsanwaltschaft Wels beschloss eine Anzeige auf freiem Fuß gegen den Jugendlichen.
Schulgewalt und Drohungen im Fokus
Die Thematik der Gewalt an Schulen ist nach wie vor ein häufig diskutiertes Problem, das auch in den Medien immer wieder aufgegriffen wird. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass fast jede zweite Lehrkraft in Deutschland Gewalt unter Schülerinnen und Schülern beobachtet. Dabei sind vor allem Diebstahls- und Rohheitsdelikte unter Jugendlichen stark im Fokus. Auch Cybermobbing wird als wachsendes Problem wahrgenommen, da Kinder immer früher online sind. Laut einer Umfrage wünschen sich über 80% der befragten Eltern Anti-Gewalt-Trainings an Schulen zur Prävention von Gewalt und Cybermobbing.
Die Zahlen verdeutlichen, dass es an vielen Schulen ein erhebliches Sicherheitsproblem gibt. Circa 17% der Kinder und Jugendlichen fühlen sich in ihrer Schule nicht vor Gewalt sicher. Fast 70% der Lehrkräfte an sozial benachteiligten Schulen berichten von Gewaltproblemen, was auf die Notwendigkeit von präventiven Maßnahmen hinweist.
Die Polizei und die Staatsanwaltschaft sind sich einig, dass solche Drohungen und Gewalttaten ernst genommen werden müssen. Die laufenden Ermittlungen und die Reaktionen von Schulen und Behörden sind entscheidend, um die Sicherheit für Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten und vor zukünftigen Vorfällen zu schützen.