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Die Renaissance der Bezirksmuseen: Neue Meilensteine auf dem Weg in die Zukunft

Die Stadt Wien hat in den letzten Jahren einen Schwerpunkt auf die Stärkung der Bezirksmuseen als wichtiger Teil der kulturellen Vielfalt der Stadt gelegt. Mit einer jährlichen Förderung von einer Million Euro werden die Bezirksmuseen, die von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen werden, unterstützt. Von 2020 bis 2023 wurden im Rahmen des Pilotprojekts "Bezirksmuseen Reloaded" bereits zahlreiche Projekte erfolgreich umgesetzt. Durch eine Novelle des Museumsgesetzes und einem Memorandum of Understanding wurde die Zusammenarbeit zwischen der Arbeitsgemeinschaft der Wiener Bezirksmuseen (ARGE) und der Stabsstelle Bezirksmuseen im Wien Museum intensiviert. Dadurch konnte die Initiative "Bezirksmuseen Reloaded" Anfang 2024 in den Regelbetrieb übergehen.

Ein wichtiger Meilenstein für die Wiener Bezirksmuseen war die Implementierung einer neuen Website. Diese präsentiert sich nicht nur in einem neuen Design, sondern bietet auch verbesserte Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit. Die neue Website der Wiener Bezirks- und Sondermuseen ist seit Januar 2024 online und unter der gewohnten Domain www.bezirksmuseum.at erreichbar. Zudem wurde eine neue Überblicksbroschüre und ein "Mitmach-Folder" erstellt, um eine einheitliche Präsentation der Bezirks- und Sondermuseen zu gewährleisten. Interessierte können sich auf der Website auch für einen Newsletter anmelden, der regelmäßig über aktuelle Themen, Ausstellungen und Veranstaltungen informiert.

Die Bezirksmuseen sollen nicht nur gestärkt, sondern auch inhaltlich weiterentwickelt werden. Im Rahmen des Pilotprojekts wurden gemeinsame Ausstellungsprojekte mit jungen Curatorial Fellows umgesetzt, die neue Impulse für die kulturelle Bezirksarbeit geben. Diese Curatorial Fellowships sollen künftig in einem neuen Setting für eine noch bessere Ressourcennutzung sorgen. Die jungen Kuratorinnen und Kuratoren werden verstärkt im Wien Museum und seinem erfahrenen Team eingebunden und sollen ihr erlerntes Wissen und ihre Praxis in gezielten Projekten in den Bezirksmuseen umsetzen.

Ein zukunftsweisendes Datenbankprojekt steht ebenfalls in den Startlöchern. Ab Juli 2024 wird sich eine neu ausgelegte Stelle mit dem Schwerpunkt auf digitales Sammlungsmanagement vorrangig dieser zentralen Aufgabe widmen. Ziel ist es, die umfangreichen und bisher nicht systematisch erfassten Sammlungsbestände der Bezirks- und Sondermuseen sukzessive zu inventarisieren.

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Die Zusammenarbeit zwischen der Arbeitsgemeinschaft der Wiener Bezirksmuseen und der Stabsstelle im Wien Museum wurde in einem gemeinsam erarbeiteten "Memorandum of Understanding" festgehalten. Dieses Übereinkommen bildet die Grundlage für eine noch intensivere Kooperation und den Austausch von Wissen und Ressourcen.

Die Arbeit der ehrenamtlichen Leiterinnen und Mitarbeiterinnen der Wiener Bezirksmuseen wurde von Wiens Bürgermeister Dr. Michael Ludwig gewürdigt. Bei einem Empfang im Juli 2024 im Wiener Rathaus betonte er die Bedeutung der Bezirksmuseen als unverzichtbarer Bestandteil der Stadt. Die Bezirksmuseen bewahren die einzelnen Bezirksgeschichten und bieten allen Wienerinnen und Wienern die Möglichkeit, in längst vergangene Zeiten einzutauchen. Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Mag.a Veronica Kaup-Hasler hob die Wichtigkeit der Initiative "Bezirksmuseen Reloaded" in der Entwicklung und Modernisierung der Wiener Bezirksmuseen hervor. Gemeinsam setzt man neue Maßstäbe für die Zukunft und stellt sicher, dass die Bezirksmuseen eine zentrale Rolle in der Bewahrung und Vermittlung der Stadtgeschichte spielen.

Die Bezirksmuseen werden weiterhin durch laufende Projekte wie professionelle Sammlungspflege, ein umfangreiches Weiterbildungsprogramm und administrative Unterstützung durch die Stabsstelle Bezirksmuseen unterstützt. Die Förderung der ehrenamtlichen Kultureinrichtungen wurde auch finanziell gewährleistet. Das gesamte Pilotprojekt "Bezirksmuseen Reloaded" wurde zunächst auf drei Jahre von 2020 bis 2022 mit 809.000 Euro jährlich budgetiert. 2023 wurde das Projekt um ein Jahr verlängert und mit rund einer Million Euro gefördert. Zusätzlich wurde eine Unterstützung von einer Million Euro für die Wiener Bezirksmuseen beschlossen.

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