Spatenstich für neuen Fernbus-Terminal in Wien: Ein Verkehrswunder!
Spatenstich für neuen internationalen Fernbus-Terminal in Wien am 9. Dezember 2025 im Stadion Center, gut angebunden an öffentliche Verkehrsmittel.

Spatenstich für neuen Fernbus-Terminal in Wien: Ein Verkehrswunder!
Am 9. Dezember 2025 erfolgt der Spatenstich für den neuen internationalen Fernbus-Terminal in Wien, der sich am Handelskai im 2. Bezirk, unmittelbar am Stadion Center, befinden wird. Dieses bedeutende Projekt stellt einen weiteren Schritt in der Entwicklung des Personen-Fernverkehrs dar, wobei der neue Terminal die dritte Säule an der Seite des Flughafens Wien und des Wiener Hauptbahnhofs bildet. Die Umsetzung des Projekts liegt in der Verantwortung der WSE Wiener Standortentwicklung GmbH, einer Tochtergesellschaft der Wien Holding. Der Spatenstich wird um 11:00 Uhr durchgeführt, und Medienvertreter sind zur Teilnahme eingeladen. Die Veranstaltungsadresse lautet Stephanie-Endres-Straße 5, 1020 Wien, mit Parkmöglichkeiten im Stadion Center.
Zu den Gästen des Spatenstichs zählen unter anderem Barbara Novak, Stadträtin für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Digitales, sowie Markus Ornig, Abgeordneter zum Wiener Gemeinderat und Landtag, und Alexander Nikolai, Bezirksvorsteher des 2. Bezirks. Interessierte Medien können sich unter der E-Mail-Adresse presse@wienholding.at anmelden.
Standort und Anbindung
Der neue Fernbus-Terminal wird direkt an das Autobahnnetz (A23) angeschlossen und ist optimal an das öffentliche Verkehrsangebot angebunden. Ziel des Projekts ist es, sämtliche internationalen Fernbusverbindungen an einem zentralen Standort zu bündeln. Mit einer Kapazität von bis zu 200 Fernbussen pro Tag und 400 bis 600 Fahrten wird dieser Terminal die bestehende Verkehrslage am Handelskai, wo gegenwärtig nur 3% des Verkehrs aus Fernbusverkehren bestehen, deutlich aufwerten.
Die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz gestaltet sich vielfältig: Fahrgäste können die Straßenbahnlinie 18 sowie die Buslinien 11A, 77A, 79A und 79B nutzen. Überdies sind Fußgänger- und Radfahrerzugänge zum Donauufer vorgesehen, welche die Erreichbarkeit des Terminals weiter verbessern. Verbesserungen im Fußverkehr sowie die Aufwertung der Engerthstraße und des Marathonwegs stehen ebenfalls im Fokus der Planungen.
Projektentwicklung und Nachhaltigkeit
Das Projekt wird in zwei Phasen realisiert. Der erste Schritt umfasst den Bau des Terminals mit 30 Busbuchten. In der zweiten Phase wird ein Hochhaus mit einer Höhe von etwa 105 Metern errichtet, dessen Fertigstellung für eine spätere Realisierungsphase geplant ist. Das Architekturkonzept stammt vom Wiener Architekturbüro Burtscher – Durig, das für die städtebaulichen und baukünstlerischen Lösungen ausgezeichnet wurde. Die gestalteten Flächen sind durch Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit gekennzeichnet, mit einem offenen und hellen Design im Wartebereich des Terminals.
Besonderen Wert wird auf umweltfreundliche Maßnahmen gelegt: Abgestellte Busse dürfen ihre Motoren nicht laufen lassen, was die Emissionen von Stickoxiden und Feinstaub minimiert. Auch die Lärmbelastung wird mit unter 1 Dezibel während der Nachtstunden als gering eingeschätzt. Zudem ist eine Begrünung des Hochhauses sowie die Installation von Photovoltaikanlagen auf dem Dach geplant, um innovative Energiekonzepte zu integrieren. Der aktuelle Stand der Projektentwicklung umfasst die Grundlagenerhebung, Konzepterstellung, die Einreichung des Bebauungsplans und den Gemeinderatsbeschluss, der am 22. Juni 2022 gefällt wurde.
Die Gesamtkosten für den Bau des Terminals belaufen sich auf rund 99,96 Millionen Euro. Bislang wurden bereits 15,4 Millionen Euro für Vorarbeiten vergeben. Der Baubeginn ist für November 2025 angesetzt, mit einer Inbetriebnahme des Terminals in Anfang 2029.Wien.gv.at, Wien.gv.at Stadtplanung, MeinBezirk.at