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Die Erste Group hat im Jahr 2024 einen bemerkenswerten Anstieg der Kreditvergaben verzeichnet. Das Kreditvolumen stieg um 4,9 Prozent auf beeindruckende 218,1 Milliarden Euro, hauptsächlich aufgrund einer steigenden Kundennachfrage. Auch die Einlagen nahmen um 3,8 Prozent auf 241,7 Milliarden Euro zu. Diese Entwicklungen resultierten in einem Anstieg des Zinsüberschusses um 4,2 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro, während der Provisionsüberschuss um 11,3 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro kletterte. Dennoch hebt die Bank hervor, dass die Quote der notleidenden Kredite (NPL) leicht gestiegen ist, von 2,3 Prozent im Vorjahr auf 2,6 Prozent, was jedoch als im Rahmen der Erwartungen liegend betrachtet wird, wie die Erste Group berichtete.
Im Kontext der gesamten Bankenlandschaft zeigt der Bankenbarometer 2024, dass die Hypothekarforderungen mit einem Anteil von 37,8 Prozent die größte Aktivposition der Schweizer Banken darstellen, was einen erneuten Anstieg zeigt. Die Hypothekarforderungen erhöhten sich 2023 gegenüber dem Vorjahr um 25,7 Milliarden CHF, während auch die flüssigen Mittel um 2,4 Prozent anwuchsen, was eine Stabilisierung im Vergleich zum signifikanten Rückgang im Vorjahr darstellt. Trotz eines verlangsamten Wachstums aufgrund höherer Zinsen bleibt die Immobiliennachfrage stark. Dieser Trend wird von der Erwartung getragen, dass der Anteil an Hypothekarforderungen an den Gesamtaktiven der Banken, trotz bilanztechnischer Veränderungen, kontinuierlich ansteigt, wie die Auswertung des Bankenbarometers zeigt.
Kreditwachstum und Liquiditätsanpassungen
Die Credit Suisse hat zu Beginn des Jahres möglicherweise einen höheren Liquiditätsbedarf gehabt, was zur Stabilisierung der flüssigen Mittel beitrug. Die Rechnung zeigt, dass die Forderungen gegenüber Kundinnen und Kunden um 77,4 Milliarden CHF (–13,8%) zurückgingen, hauptsächlich im Ausland. Dies könnte im Kontext von Unternehmensänderungen nach der Übernahme der Credit Suisse stehen. Während die Rückgänge bei inländischen Banken moderat waren, zeigten sich bei den Grossbanken deutlichere Abnahmen, was auf das gezielte Abbau von Forderungen und Risikoanpassungen zurückzuführen sein kann.
Insgesamt lässt sich feststellen, dass sowohl die Erste Group als auch der Bankenbarometer 2024 von einem anhaltenden Wachstum im Kreditgeschäft berichten, auch wenn Herausforderungen durch steigende Zinsen und Marktunsicherheiten bestehen. Die Erwartungen für 2025 sind optimistisch, mit einem Kreditwachstum von rund 5 Prozent in der ersten Gruppe und einem stabilen Immobilienmarkt in der Schweiz, was beide Märkte verbindet und auf eine anhaltend starke Nachfrage hinweist.
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