Ampelsystem für Überweisungen: So klappt's sicher in Österreich!
Neue Vorschriften für Überweisungen in Österreich ab Oktober 2025: Ampelsystem, Echtzeitüberweisungen und Sicherheitschecks.

Ampelsystem für Überweisungen: So klappt's sicher in Österreich!
Am 9. Oktober 2025 trat in Österreich ein neues Ampelsystem für Überweisungen in Kraft, das sowohl Sicherheit als auch Kundenfreundlichkeit verbessern soll. Diese bedeutende Änderung ist Teil einer EU-weiten Initiative zur Einführung von Echtzeitüberweisungen, die für alle Banken verbindlich ist. Laut 5min wurden Sofortüberweisungen in Österreich ab diesem Datum zur Pflicht. Das Ampelsystem informiert in den Farben Grün, Gelb und Rot, ob der Empfängername mit der angegebenen IBAN übereinstimmt.
Diese Reform stellt eine Reaktion auf die steigende Nachfrage nach schnelleren und sichereren Zahlungssystemen dar. Die EU fördert diese Umstellung durch die Verordnung (EU) 2024/886, die neue Vorgaben in die SEPA-Verordnung integriert. Echtzeitüberweisungen ermöglichen, dass der Betrag innerhalb von zehn Sekunden auf dem Empfängerkonto verfügbar ist, und bieten den Vorteil, dass sie rund um die Uhr, auch an Feiertagen, durchgeführt werden können. Dies wird ergänzend zu den bestehenden Optionen der Überweisungen über Online-Banking, Apps und Selbstbedienungs-Terminals möglich, wie Sparkasse berichtet.
Einführung des Ampelsystems
Die Implementierung des Ampelsystems verlief weitgehend reibungslos und ohne größere Schwierigkeiten. Zu Beginn meldeten die Banken einen Anstieg der Kundenanfragen, insbesondere im Kommerzkundenbereich, wo etwa zehn Prozent der Anfragen die Überprüfung des Empfängers betrafen. Dies lässt darauf schließen, dass Unsicherheiten bei den Transaktionen aufgrund unterschiedlicher Namensangaben auftreten können. Kunden wird geraten, im Zweifelsfall direkte Rücksprachen mit den Empfängern zu halten, um die Angaben abzugleichen. Zusätzlich wird künftig erwartet, dass Kunden häufiger den offiziellen Firmenwortlaut verwenden und entsprechende Vorlagen für Zahlungen anpassen, um solche Schwierigkeiten zu vermeiden, wie 5min feststellt.
Die neuen Regelungen zur Empfängerüberprüfung gelten sowohl für Privat- als auch für Geschäftskunden, wobei die Überprüfung der Empfängerdaten vor Ausführung der Transaktionen erfolgt. Dies geschieht im Rahmen einer monatlichen Meldung von Zahlungsverweigerungen an die Finanzaufsicht, was auch die Transparenz in diesem neuen System erhöhen soll. Die verordneten Rückmeldungen zur Überprüfung können „Übereinstimmung“, „nahezu Übereinstimmung“, „keine Übereinstimmung“ oder „Prüfung nicht möglich“ umfassen, was eine sofortige Rückmeldung innerhalb weniger Sekunden ermöglicht, wie die BaFin ergänzt.
Auswirkungen auf Kunden und Banken
Die Auswirkungen der Änderungen sind insbesondere im Kommerzkundenbereich bemerkbar, wo die Nutzung von Echtzeitüberweisungen angestiegen ist. Der Wegfall der bisherigen 100.000-Euro-Grenze spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Trotz dieser positiven Entwicklung gab es im Retailkundenbereich bislang keine signifikante Zunahme der Nutzung von Sofortüberweisungen. Experten raten den Nutzern, sich auf die neuen Anforderungen einzustellen, um von den Vorteilen, die diese Änderungen mit sich bringen, voll profitieren zu können.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Einführung von Echtzeitüberweisungen und die Implementierung des Ampelsystems einen wesentlichen Schritt zur Verbesserung der Sicherheit und Schnelligkeit im Zahlungsverkehr darstellen. Die EU-Verordnung, die diesen Prozess regelt, fördert eine Vereinheitlichung der Standards und sorgt dafür, dass Kunden und Banken gleichermaßen von einem effizienteren System profitieren können.