Jugendarbeitslosigkeit in Österreich: 200 Bewerbungen, kein Job!

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Am 25.10.2025 zeigt ein Bericht, dass Jugendarbeitslosigkeit in Österreich steigt, trotz Unterstützungsprogrammen wie "Sindbad".

Am 25.10.2025 zeigt ein Bericht, dass Jugendarbeitslosigkeit in Österreich steigt, trotz Unterstützungsprogrammen wie "Sindbad".
Am 25.10.2025 zeigt ein Bericht, dass Jugendarbeitslosigkeit in Österreich steigt, trotz Unterstützungsprogrammen wie "Sindbad".

Jugendarbeitslosigkeit in Österreich: 200 Bewerbungen, kein Job!

In Österreich bleibt die Jugendarbeitslosigkeit vor eine Herausforderung. Trotz des Anstiegs der allgemeinen Arbeitslosigkeit in den letzten Monaten blieb die Jugendarbeitslosigkeit unter 25 Jahren in den letzten Jahren „nicht massiv“ angestiegen. Dies berichtet das AMS, weist aber auf besorgniserregende Trends hin, die durch persönliche Erfahrungsberichte von jungen Arbeitssuchenden verdeutlicht werden. Eine junge Frau, die mehr als 200 Bewerbungen abgeschickt hat, hat trotz ihrer Bemühungen keinen Job gefunden. Die Gründe für die zahlreichen Absagen sind vielfältig: unbeantwortete Bewerbungen, zu viele Mitbewerber mit mehr Erfahrung und häufig auch Überqualifizierung.

Das AMS bietet Unterstützung durch Beratungstrainings an, um die Bewerbungen der Jugendlichen zu optimieren. Die Wichtigkeit maßgeschneiderter Bewerbungen wird dabei besonders betont. Neben der Hilfe zur Bewerbung gibt es auch Angebote zur Überarbeitung von Lebensläufen und zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche, was für viele junge Menschen entscheidend sein kann.

Steigende Zahlen und Maßnahmen

Die Jugendarbeitslosigkeit hat von September 2017 bis September 2025 einen Anstieg von 4,4 % verzeichnet. Während die Gesamtarbeitslosigkeit in diesem Zeitraum um 7 % gestiegen ist, bleibt auffällig, dass junge Arbeitslose selten über einen längeren Zeitraum ohne Job sind, jedoch schneller ihren Arbeitsplatz verlieren. Besonders markant war der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit von September 2019 auf September 2020, das erste Jahr der Corona-Pandemie, gefolgt von einem Rückgang im Jahr darauf.

In den Jahren 2022 und 2023 stiegen die Zahlen der Arbeitslosen unter 25 Jahren erneut an. Der Rückgang der Kurzzeitarbeitslosigkeit unter 90 Tagen zeigt, dass sich einige Jugendliche schneller an den Arbeitsmarkt anpassen. Dennoch stieg die Zahl der Langzeitarbeitslosen unter 25 Jahren von 176 im September 2024 auf 509 im September 2025, was besorgniserregend ist.

Am 1. Januar 2026 wird es Änderungen im Zuverdienst für Arbeitslose geben, bei denen Zuverdienste während der Arbeitslosigkeit verboten werden. Diese Maßnahmen könnten zu einem weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahlen führen, wenn junge Menschen nicht rechtzeitig in den Arbeitsmarkt integriert werden.

Initiativen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit

Eine zentrale Initiative ist das Projekt Sindbad, das vom AMS gefördert wird und sich auf den Übergang von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt konzentriert. Die Zielgruppe sind Jugendliche aus sozioökonomisch benachteiligten Verhältnissen, die sich im letzten Pflichtschuljahr an einer Mittel- oder Polytechnischen Schule befinden. Sindbad bietet ein 1:1 Mentoringprogramm, das seit 2016 über 2.500 Pflichtschüler als Mentees begleitet hat. Dabei konnte 80 % der Teilnehmer einen Einstieg in eine Lehre oder eine weiterführende Ausbildung finden.

Bildung spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Arbeitslosigkeit. 2023 lag die Arbeitslosenquote unter denjenigen mit maximalem Pflichtschulabschluss bei 19,6 %, während bei Lehrausbildung diese nur 5,6 % betrug. Die Arbeitsmarktpolitik in Österreich zielt darauf ab, Jugendlichen eine gute Ausbildung zu bieten und gibt ihnen dabei die Möglichkeit, Bildungsabschlüsse nachzuholen.

Um die Ausbildungs- und Beschäftigungsquote zu erhöhen, gibt es zahlreiche Programme und Initiativen. Seit 2012 wird Jugendcoaching angeboten, um junge Menschen beim Übergang von Schule zu Beruf zu unterstützen. Im Jahr 2024 nahmen etwa 70.500 Jugendliche an diesen Programmen teil. Zudem gibt es die Ausbildungsgarantie bis 25, die Maßnahmen zur Unterstützung von Personen ohne über Pflichtschulabschluss hinausgehenden Abschluss umfasst.

Das Budget für die Eingliederung junger Menschen in den Arbeitsmarkt beträgt 2024 etwa 1,02 Milliarden Euro, wobei über 700 Millionen Euro gezielt über das AMS für verschiedene Programme genutzt werden.5min.at berichtet von der drängenden Situation und den notwendigen Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, um die Jugendarbeitslosigkeit nachhaltig zu bekämpfen. Das AMS und verschiedene soziale Einrichtungen arbeiten daran, jungen Menschen neue Perspektiven aufzuzeigen und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Weitere Informationen zu den Initiativen und deren Wirkung sind auf den Seiten des AMS und des Sozialministeriums zu finden:ams.at und sozialministerium.gv.at.