ArbeitnehmerArbeitsmarkt

FPÖ-Kritik: Altersteilzeit-Plan bedroht Jobs und soziale Sicherheit!

Am 2. April 2025 äußerte sich FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch kritisch zu den geplanten Änderungen der Altersteilzeit. OTS berichtet, dass sie die von Johannes Kopf, dem Chef des Arbeitsmarktservices (AMS), vorgeschlagene „massive Einschränkung“ als weiteren „sozialpolitischen Anschlag auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber“ bezeichnete. Kopf hatte zuvor klar gemacht, dass er eine Streichung der Altersteilzeit aus Budgetgründen nicht ausschließen würde. Er sieht in dem aktuell bewährten Modell eine zu hohe Belastung für den Staat.

Belakowitsch betonte, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber mehr Spielräume benötigen, um ihre Dienstverhältnisse flexibler gestalten zu können. Hängende Argumente der ÖVP und Grünen, die Abschaffung der geblockten Alterszeit würde dem Fachkräftemangel entgegenwirken, wies sie entschieden zurück. Laut Belakowitsch seien die bisherigen Modelle der Altersteilzeit, die als sozialpartnerschaftlich akzeptiert galten, sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber wichtig.

Hintergründe zur Altersteilzeit

Die Altersteilzeit ist eine Teilzeitregelung, die vor allem älteren Arbeitnehmern zugutekommt. Gemäß BMAS kann sie von Beschäftigten ab 55 Jahren in Anspruch genommen werden, vorausgesetzt, sie haben in den letzten fünf Jahren mindestens 1.080 Kalendertage sozialversicherungspflichtig gearbeitet. Dies bedeutet, dass die Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit um die Hälfte reduzieren, jedoch einen Großteil ihres Gehalts sowie gewisse Pensionsansprüche behalten.

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Kopf verweist auch auf die hohen Kosten der Altersteilzeit, die zu 90 Prozent von der Arbeitslosenversicherung getragen werden. Er argumentiert, dass ältere Arbeitnehmer durch diese Regelung privilegiert würden, während jüngere, die es ohnehin schwer haben, in den Arbeitsmarkt einzutreten, benachteiligt bleiben.

Neue Teilzeitmodelle und Zukunft der Altersteilzeit

Im aktuellen Regierungsprogramm wird eine neue Teilpension vorgestellt, die als kostengünstigere Alternative zur Altersteilzeit dient. Diese würde ab einem Alter von 62 oder 63 Jahren eine reduzierte Arbeitszeit mit teilweiser Pension ermöglichen. Die geblockte Altersteilzeit, die früher von 90 Prozent der Arbeitnehmer gewählt wurde, ist im Rückgang begriffen. Momentan bevorzugen 80 Prozent die kontinuierliche Variante der Altersteilzeit.

Belakowitsch fordert nicht nur eine Beibehaltung der Altersteilzeit, sondern auch Einsparungen im Sozialsystem, insbesondere bei Alphabetisierungs- und Deutschkursen für Asylbewerber. Sie ruft die politischen Mitbewerber auf, bestehende Einsparungspotenziale zu nutzen, um eine fundierte Diskussion über die Altersteilzeit zu führen.

Die Zukunft der Altersteilzeit bleibt somit unsicher. Nur jene, die bereits in Altersteilzeit sind oder diese genehmigt bekommen haben, sollen von den möglichen Änderungen nicht betroffen sein.

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ots.at
Weitere Quellen
krone.at

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