Bildung in Wien: Kritische Stimmen zur Förderung und psychischer Gesundheit der Jugendlichen!
Am 18.11.2025 beschloss der Wiener Gemeinderat eine Förderung für Bildung, Integration und psychische Gesundheit von Jugendlichen.

Bildung in Wien: Kritische Stimmen zur Förderung und psychischer Gesundheit der Jugendlichen!
Am 18. November 2025 hat der Wiener Gemeinderat eine mehrheitliche Förderung an den Verein WIENXTRA beschlossen, um Kinder, Jugendliche und Familien zu unterstützen. Diese Entscheidung wurde von verschiedenen politischen Vertretern unterschiedlich bewertet. GRin Sabine Keri von der ÖVP äußerte dabei Bedenken hinsichtlich der Bildungschancen, die ihrer Meinung nach zu niedrig dotiert seien, um einen merklichen Input zu generieren. Keri kritisierte, dass die Anzahl von 58 Vollzeit-Sozialarbeiter*innen für 500 Pflichtschulen nicht ausreiche, und forderte eine engere Zusammenarbeit mit Sportvereinen sowie mehr Investitionen im Sportbereich.
GR Mag. Lukas Burian von den NEOS bezeichnete die Bildungschancen als unverzichtbaren Bestandteil der Wiener Bildungslandschaft. Er hob hervor, dass die Plattform WIENXTRA Lehrer*innen aktiv bei der Buchung von Workshops unterstützt. Konträr dazu kritisierte GRin Mag. Mag. Julia Malle von den Grünen, dass Unqualifizierte das Bildungssystem aufrechterhalten müssten und wies auf die fehlenden Bewerbungen für Direktionen sowie die unzureichende Sprachförderung im Kindergarten hin.
Psychische Gesundheit im Fokus
Ein weiterer zentraler Aspekt der Diskussion war die Förderung zur Unterstützung eines selbstbestimmten Umgangs mit Medien. GRin Mag. Dolores Bakos (NEOS) betonte die Bedeutung der psychischen Gesundheit, die insbesondere seit der Corona-Zeit an Relevanz gewonnen hat. In diesem Kontext berichtete sie von rund 600 Workshops, die zur Unterstützung der psychischen Gesundheit von Jugendlichen angeboten werden. GR Theodor Felix Löcker von den Grünen wies zusätzlich auf die steigenden Symptome psychischer Erkrankungen bei Jugendlichen hin.
Die Daten zeigen, dass 11 % der Jugendlichen Anzeichen eines problematischen Verhaltens in Bezug auf soziale Medien zeigen – besonders betroffen sind Mädchen mit 13 %. Diese problematische Nutzung ist oft gekoppelt mit suchtähnlichen Symptomen, einschließlich Kontrollverlust und negativen Auswirkungen auf das tägliche Leben. Frühere Studien haben ergeben, dass solche Nutzer unter geringerem seelischen und sozialen Wohlbefinden leiden und schlechtere schulische Leistungen erzielen.
Handlungsbedarf und Maßnahmen
GRin Alexandra Rezaei (SPÖ) wies auf die hohen Zuwächse an Krisen und psychischen Erkrankungen bei Kindern hin und unterstrich die Wichtigkeit von Aufklärung und Prävention in der psychischen Gesundheit. Bakos kritisierte die ÖVP für deren Ablehnung der Förderung, während GR Harald Zierfuß (ÖVP) zwar die Ablehnung bestätigte, gleichzeitig jedoch Veranstaltungen in deutscher Sprache forderte.
Die Abstimmung über die Förderung an den Verein zur Förderung eines selbstbestimmten Umgangs mit Medien ergab eine mehrheitliche Annahme, was einen wichtigen Schritt zur Verbesserung digitaler Kompetenzen und zur Förderung der psychischen Gesundheit darstellt. Die WHO hebt hervor, dass Medienkompetenz sowie ein offener Dialog über digitales Wohlbefinden dringend notwendig sind, um Jugendlichen zu helfen, informierte Entscheidungen über ihre Online-Aktivitäten zu treffen und ihr Wohlbefinden zu schützen.
Die Qualitätssicherung in Bildungsangeboten steht ebenfalls im Fokus. Anbieter*innen sind gefordert, klare pädagogische Grundsätze für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu etablieren und müssen sicherstellen, dass alle Personen in direktem Kontakt mit jungen Menschen über aktuelle Strafregisternachweise verfügen. Dies ist Teil eines umfassenden Kinderschutzkonzepts, das grundlegende Maßnahmen zur Prävention und ein effektives Beschwerdemanagement umfasst.
Die Entwicklungen im Wiener Gemeinderat unterstreichen die Notwendigkeit, den Herausforderungen im Bildungssystem und der psychischen Gesundheit von Jugendlichen gerecht zu werden und in diese Bereiche gezielt zu investieren. Es bleibt zu hoffen, dass die getroffenen Entscheidungen langfristige positive Effekte auf die Wiener Bildungslandschaft und das Leben der Jugendlichen haben werden.
Für weiterführende Informationen besuchen Sie bitte Wien.gv.at, Bildungschancen.wien und WHO Europa.