Am 13. Februar 2026 hat die Schweizer Staatsanwaltschaft neue Fotos veröffentlicht, die die verheerenden Schäden des Brandes in einem Lokal in Crans-Montana dokumentieren. Diese Bilder zeigen unter anderem die stark beschädigte Decke im Untergeschoss, die ursprünglich mit Akustikschaum verkleidet war. Diese Decke entzündete sich und brannte vollständig nieder. Zudem sind im Erdgeschoss umgestürzte Möbel zu erkennen, die offenbar während der panikartigen Flucht der Gäste umgestoßen wurden.

Berichten von exxpress.at zufolge wurden viele der 41 Todesopfer am Fuß der Treppe ins Erdgeschoss gefunden, die als zentraler Fluchtweg diente. Bei der Untersuchung der Umstände wird vermutet, dass giftige Rauchgase zahlreiche Menschen das Leben kosteten. Ein kritischer Sicherheitspunkt ist die Breite des Treppenaufgangs, die zur Zeit einer sicherheitstechnischen Überprüfung unterzogen wird.

Sicherheitsmängel und Ermittlungen

Die Holztreppenkonstruktion könnte gegen Sicherheitsvorschriften verstoßen haben, da sie potenziell brennbare Materialien an Notausgängen verwendete. Hinter einer Servicetür saßen mehrere Gäste fest, die in der Brandnacht nicht entkommen konnten, weil die Tür verriegelt war. Normalerweise sollte diese Tür offen sein, jedoch wurde sie gewaltsam geöffnet, um die eingeschlossenen, teilweise bewusstlosen Personen zu retten. Ein Mitarbeiter steht im Verdacht, die Tür verschlossen zu haben, bestreitet jedoch die Vorwürfe.

Unter den Opfern sind 23 Schweizer, darunter ein Doppelstaatsbürger mit französischer Staatsangehörigkeit, sowie 18 ausländische Gäste. Die ausländischen Opfer umfassen acht Franzosen, sechs Italiener, eine Belgierin, eine Portugiesin, einen Rumänen und einen Türken. Die Ermittlungen zur Brandursache und zu möglichen Sicherheitsmängeln laufen weiterhin.

Hintergrund zu Brandursachen

Um die Tragweite solcher Katastrophen besser zu verstehen, ist es relevant, sich mit allgemeinen Brandursachen auseinanderzusetzen. Jährlich rücken Feuerwehren in Deutschland zu rund 200.000 Bränden aus, die durchschnittlich Kosten von 1,5 Milliarden Euro verursachen, wie fachanwalt.de berichtet. Die Hauptursachen für Brände sind Elektrizität (31 %), unbekannte Ursachen (22 %) und menschliches Fehlverhalten (20 %). Zudem führen defekte oder überlastete Elektrogeräte zu einer signifikanten Erhöhung des Brandrisikos.

In Betrieben können zusätzliche Risikofaktoren wie chemische Reaktionen oder unsachgemäße Elektroinstallationen auftreten. Die Verantwortung für Brandschutz liegt sowohl bei Vermietern, die Brandschutzordnungen bekannt machen müssen, als auch bei Mietern, die für den Brandschutz in ihren Wohnungen verantwortlich sind.

Statistische Einblicke in Brandschutz

Die Bedeutung von Brandschutz wird auch durch die umfangreiche statistische Erfassung von Bränden in Deutschland unterstrichen, die von der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) zusammengetragen wird. Diese Statistik hat sich zu einer unverzichtbaren Informationsquelle zur Risikobewertung von Gebäudebränden entwickelt. Ein beachtlicher Anteil dieser Brände tritt in Küchen auf, die etwa 27 % der Brandentstehungen ausmachen.

Die vfdb analysiert über 5.000 Einsätze und hat neue Brandrisiken identifiziert, die unter anderem durch das Aufkommen von Elektromobilität und Energiespeicherung hervorgerufen werden. Dieses Wissen sollte dazu beitragen, zukünftige Brände zu verhindern und die Sicherheitsstandards zu verbessern.