Am 4. Februar 2026 kam es am Monte Lussari in Tarvis, Italien, zu einem tragischen Lawinenabgang, bei dem ein 33-jähriger Skilehrer ums Leben kam. Der Vorfall ereignete sich gegen 16:30 Uhr auf etwa 1.600 Metern Höhe, zwischen Monte Prasnig und Monte Santo di Lussari. Dies war der dritte Lawinenvorfall in der Region innerhalb weniger Tage; bereits am Sonntag zuvor waren zwei weitere Lawinen mit einem Todesopfer gemeldet worden, wie 5min berichtet.
Die Bergungsarbeiten gestalteten sich äußerst schwierig, da widrige Wetterbedingungen einen Hubschraubereinsatz unmöglich machten. Rettungskräfte setzten stattdessen Skilifte ein, um schnell zum Unfallort zu gelangen, und kämpften sich dann zu Fuß durch die dichten Schneemassen. Gegen Abend wurde der Mann geborgen, jedoch erlag er leider seinen schweren Verletzungen. In der Gemeinde Tarvis war er als geschätzter junger Mann bekannt, leidenschaftlicher Outdoor-Sportler und talentierter Fotograf sowie Videograf, wie Gailtal Journal vermeldet.
Reaktionen und Trauer in der Gemeinde
Stefano Mazzolini, ein Politiker aus Tarvis, äußerte in einem Facebook-Post sein tiefes Beileid und würdigte den Verstorbenen für sein Engagement in der Gemeinschaft. Die Tragödie hat eine Welle der Trauer unter seinen Freunden und Bekannten ausgelöst, die in ihm einen fröhlichen und hilfsbereiten Menschen sahen.
Jährlich ereignen sich in den Alpen zahlreiche Lawinenunfälle, die oft tragische Folgen haben. Besonders gefährdet sind Skitourengeher, Freerider und Schneeschuhwanderer, die sich abseits gesicherter Pisten bewegen, so informiert Alpinmesse. Um das Risiko zu minimieren, ist eine gründliche Vorbereitung sowie das Wissen über Lawinenprävention unerlässlich.
Lawinensicherheit: Wichtige Tipps
- Lawinenlagebericht prüfen: Tägliche Informationen über Schneesituation und Gefahrenstufen sind wichtig, insbesondere bei Stufe 3 oder höher.
- Wetterbedingungen analysieren: Wind, Temperatur und Niederschlag beeinflussen die Stabilität der Schneedecke.
- Route sorgfältig wählen: Steile Hänge über 30 Grad sollten gemieden werden.
Die Ausrüstung spielt eine entscheidende Rolle. Ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) ist unverzichtbar für die Ortung von Verschütteten. Zudem sollten alle Gruppenmitglieder den Umgang damit beherrschen. Eine Schaufel und eine lange Sonde sind essenziell, und ein Airbag-Rucksack kann die Überlebenschancen erhöhen, indem er den Verschütteten an der Oberfläche hält.
Die Tragödie am Monte Lussari soll ein eindringlicher Weckruf für alle Wintersportler sein, die sich in den Bergen bewegen. Es ist entscheidend, Verantwortung für die eigene Sicherheit und die der anderen zu übernehmen, um solche herzzerreißenden Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.