Die Berufsfeuerwehr Klagenfurt wurde heute zu einem bemerkenswerten Einsatz in einem Pferdestall alarmiert. Ein Pferd war in kritischer Lage und konnte aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen. Vor Ort trafen sich Feuerwehrkräfte mit einem Tierarzt, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Es wurde großflächig Stroh aufgebracht, um dem Pferd Halt zu geben und das Risiko für Verletzungen beim Aufstehen zu verringern. Mit der Unterstützung der Einsatzkräfte gelang es schließlich, das Pferd wieder auf die Beine zu helfen. Nach erfolgreicher Rettung wurde das Tier sicher zurück in den Stall gebracht. Der Einsatz endete mit einem positiven Ergebnis und zeigte einmal mehr die Bedeutung der Zusammenarbeit von Feuerwehr und Veterinärmedizin.
Wachsende Anforderungen im Tierrettungsbereich
Der Vorfall in Klagenfurt ist ein weiteres Beispiel für die steigenden Anforderungen, denen Feuerwehrleute bei Einsätzen mit Tieren gegenüberstehen. Laut dem Innenministerium Nordrhein-Westfalens gab es im vergangenen Jahr 12.625 Hilfeleistungs-Einsätze aufgrund von Tieren. Viele Feuerwehrleute haben hierbei oft wenig Erfahrung im Umgang mit Tieren, was die Gefahr für alle Beteiligten erhöhen kann. Ein solcher Einsatz wurde kürzlich im Gestüt Ziegelhof in Rommerskirchen beobachtet, wo 19 Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau das Handling mit einer schwarzen Stute übten.
Einsatzleiter und Feuerwehrleute näherten sich vorsichtig, um dem Pferd Zeit zur Gewöhnung zu geben. Wie Feuerwehrmann Michael Kühn berichtet, sind Einsätze mit Pferden nicht ungewöhnlich; es gab schon Fälle, in denen Tiere in Notlagen gerieten, beispielsweise in einem Pool oder eingeklemmt in einer Stalltür. Um die Einsätze sicherer zu gestalten, gibt es bereits Schulungen, wie beispielsweise die von Meik Meier, einem erfahrenen Land- und Pferdewirt, der den Feuerwehrleuten Tipps zur Pferderettung vermittelt.
Tipps für die Tierrettung
Fachliche Unterstützung ist entscheidend, da die Zuständigkeit der Feuerwehr bei Tierrettungen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt ist. Grundlegend ist jedoch, dass das Tier in Gefahr sein muss, was bedeutet, dass eine hohe Wahrscheinlichkeit für Verletzung oder Tod gegeben sein sollte. Typische Einsatzszenarien sind unter anderem die Rettung von Kühen aus brennenden Ställen oder das Befreien von Schweinen aus umgestürzten Transportern. Dabei sollten Feuerwehrleute immer vor dem Rausfahren die Lage genau erkunden.
Meiers Schulung umfasste auch praktische Tipps wie das Anlegen von Rettungsgeschirr und die Bedeutung einer ruhigen Ansprache des Pferdes, da Pferde in stressigen Situationen gefährlich werden können. Feuerwehrleute wurden auch auf die Gefahren hingewiesen, die von Tieren ausgehen können, zum Beispiel durch Tritte oder Kopfstöße. Es ist wichtig, beim Anlegen von Halftern und beim Umgang mit den Tieren stets sorgfältig vorzugehen.
Mit dem richtigen Wissen und einer gründlichen Vorbereitung kann die Feuerwehr auch in Zukunft erfolgreich und sicher im Bereich der Tierrettung tätig sein, so zwar nicht nur in Klagenfurt, sondern auch in vielen anderen Regionen.
Für weitere Informationen zu Tierrettungstechniken und Einsatzstrategien können Interessierte die Artikel von Klick Kärnten, WDR und Feuerwehr Magazin lesen: Klick Kärnten, WDR, Feuerwehr Magazin.