
US-Präsident Donald Trump hat heute in einer Rede im Rosengarten des Weißen Hauses neue Zölle auf Importe angekündigt, die ab sofort gültig sind. Insbesondere wird ein Zoll von 20 Prozent auf Importe aus der EU erhoben, was zu einem potenziellen Handelskrieg führen könnte, der die Weltwirtschaft destabilisieren könnte. In seiner Ankündigung, die als historisch und entscheidend für die US-Industrie bezeichnet wurde, kündigte Trump an, ein Dekret für reziproke Zölle "für die ganze Welt" zu planen. Laut vienna.at liegt die Zollquote für China bei 34 Prozent, während der Mindestzoll bei 10 Prozent festgelegt ist.
Die im Vorfeld gefürchteten Gegenzölle wurden bereits von Kanada und der EU in Aussicht gestellt. Trumps Zölle könnten die Preise für Verbraucher erhöhen und die Inflation anheizen. Während eine steigende Zahl von US-Bürgern, etwa 44 Prozent, Trumps Handelskurs unterstützt, zeigen sich andere besorgt über die möglichen negativen Auswirkungen und den eskalierenden Handelskonflikt auf die europäische Verbraucher.
Die Drosselung von Exporten könnte besonders Unternehmen belasten und zu Umsatzrückgängen führen.
Reaktion auf Trumps Ankündigung
Die derzeitige innenpolitische Lage zwingt Trump dazu, Erfolge zu präsentieren, während die US-Wirtschaft Anzeichen einer Krise zeigt. Der Handelskonflikt betrifft auch die Landwirtschaft, die zu einem zentralen Schlachtfeld im Handelskrieg wird. Experten warnen vor den möglichen Gegenreaktionen der EU auf die US-Importzölle, die Auswirkungen auf den Agrarhandel beider Kontinente haben könnten. Zölle auf US-Mais könnten zwar die Preise erhöhen und Landwirte begünstigen, würden jedoch den Futtersektor belasten, was die USA vor erhebliche Herausforderungen stellt, so topagrar.com.
Besonders betroffen sind die US-Milchbauern, die bereits von steigenden Kosten und sinkenden Preisen berichten. Es wird erwartet, dass die National Milk Producers Federation vor einer Verdopplung der Einzelhandelspreise für Milch warnt, sollte der Verlust ausländischer Arbeitskräfte eintreten. Zudem plant die US-Regierung möglicherweise Nothilfen für die Landwirtschaft, um die negativen Auswirkungen der Zölle abzufedern.
Experten weisen auch darauf hin, dass die Zollpolitik Trumps zu globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten führen kann. IHK.de macht deutlich, dass Trumps neue Zölle auf Autos und Autoteile, die am 26. März 2025 in Kraft treten, gegenüber bestehenden Zöllen und Abgaben zusätzliche Belastungen darstellen. So könnte der Zoll auf Autos bei 25 Prozent liegen, was den Schutz der US-Automobilindustrie unter dem Deckmantel der nationalen Sicherheit rechtfertigt.
Zukünftige Auswirkungen
Die EU hat bereits begonnen, Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Unternehmen und Verbraucher zu schützen. Dabei werden bestehende EU-Rebalancing-Maßnahmen aus den Jahren 2018 und 2020 wieder in Kraft gesetzt. Im Rahmen dieser Maßnahmen könnten neue Gegenzölle für US-Ausfuhren im Wert von über 18 Milliarden Euro bis Mitte April 2025 möglich sein.
Diese Entwicklungen könnten nicht nur den transatlantischen Handel belasten, sondern auch die globalen Lieferketten destabilisieren und zu einem Einfluss auf die deutsche Wirtschaft führen, die stark auf den exportorientierten Markt angewiesen ist. Falls die Zölle weiter ansteigen, könnte dies sowohl Absatzdrosselungen als auch steigende Investitionen zur Folge haben.
Die gegenwärtige Situation bleibt angespannt, da die ungefärbten Auswirkungen der Zölle sowohl auf die eigene Wirtschaft als auch auf den internationalen Handelsmarkt abzuwarten bleibt.
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