
Am 5. April 2025, nach einem verheerenden russischen Angriff auf die Heimatstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Krywyj Rih, äußerte sich der ukrainische Präsident besorgt über die anhaltenden Gräueltaten der russischen Streitkräfte. Der Angriff führte zum Tod von 18 Menschen, darunter neun Kinder. Selenskyj beschrieb diesen Vorfall als einen der dunkelsten Momente für seine Stadt und forderte die internationale Gemeinschaft auf, ihre Stimmen gegen die Aggression Russlands zu erheben. "Das Schweigen ermutert den Kreml zu weiteren Attacken," warnte er in seiner öffentlichen Erklärung und betonte, dass Russland für den Tod von unschuldigen Kindern verantwortlich ist.
Wie Vienna.at berichtet, bestätigte Moskau den Angriff, bezeichnete ihn jedoch als "Hochpräzisionsschlag" gegen ukrainische Kommandanten und westliche Instrukteure. Die ukrainische Seite legte Bilder des Ziels vor, die keine militärischen Einrichtungen zeigten, und wies die russische Behauptung als Lüge zurück. Selenskyj äußerte zudem seine Enttäuschung über die Reaktion der USA, die zwar den Angriff verurteilten, Russland jedoch nicht direkt als Verantwortlichen benannten.
Russische Drohnenangriffe
In der Nacht nach dem Raketenangriff überzog das russische Militär die Ukraine erneut mit Drohnenschwärmen. Erste Berichte dokumentierten Einschläge von Kampfdrohnen in Mykolajiw, wo zwei Wohnhäuser in Brand gesetzt wurden. Es gibt bislang keine Informationen über mögliche Opfer dieser Angriffe. Medien berichten von Sichtungen größerer Gruppen von Drohnen, die von der ukrainischen Flugabwehr angegriffen wurden. Dies zeigt die anhaltende Intensität und Brutalität des Konflikts, der bereits seit Jahren die Region destabilisiert.
Der andauernde Krieg hat nicht nur verheerende humanitäre Folgen, sondern beeinflusst auch die Weltwirtschaft erheblich. Laut Tagesschau.de sind die Auswirkungen auf die globale Wirtschaft weitreichend. Stark gestiegene Energiepreise, hohe Inflation sowie Engpässe bei Getreide haben die Märkte zugesetzt. Besonders betroffen ist Deutschland, das stark von Energieimporten aus Russland abhängig ist. Die Inflation stieg seit 2021, augenscheinlich beschleunigt durch die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts.
Die internationale Reaktion
Inmitten dieser turbulenten Situation hat die Ukraine umfangreiche Finanzhilfen aus dem Westen erhalten, wobei die USA die größte Unterstützerrolle einnehmen. Währenddessen bleibt die Wirtschaft Russland’s wegen der westlichen Sanktionen und fehlender Hochtechnologie-Importe stark zurückgegangen. Die hohe Ausgabenquote für Militär und Rüstung hat die wirtschaftliche Krise in Russland weiter verschärft, während in der Ukraine die internationale Unterstützung Hoffnung auf Widerstandsfähigkeit und Wiederaufbau gibt.
Selenskyjs eindringlicher Appell zur Beendigung des Schweigens und zur Benennung der Verantwortlichen zeigt die Dringlichkeit der Situation, sowohl für die Menschen in der Ukraine als auch für die geopolitische Stabilität in Europa.
Für weitere Informationen zu den jüngsten Entwicklungen in diesem Konflikt und dessen globalen Auswirkungen besuchen Sie bitte Spiegel.de.
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