
Die Kahmann-Frilla Lichtwerbung GmbH, ein traditionsreiches Unternehmen aus Altlengbach in Niederösterreich, hat Insolvenz angemeldet. Diese Entscheidung betrifft 77 Mitarbeiter, die nun um ihre Arbeitsplätze bangen müssen. Die Firma, die über 50 Jahre Erfahrung in der Herstellung von Lichtreklame hat, ist unter anderem bekannt für die Gestaltung des UniCredit Logos am Donauturm sowie für Werbeprojekte für Billa. Der Sitz des Unternehmens ist im Bezirk Sankt Pölten, wo das Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung am Landesgericht St. Pölten eröffnet wurde.
Die finanziellen Schwierigkeiten der Kahmann-Frilla Lichtwerbung GmbH resultieren aus einem spektakulären Schuldenstand von rund 4,9 Millionen Euro. Hauptursachen für die Insolvenz sind die enorme Kostensteigerung und ein damit verbundener Umsatzrückgang. Trotz dieser herausfordernden Situation gibt es Pläne, das Unternehmen fortzuführen, was für die betroffenen Mitarbeiter und deren Familien eine hoffnungsvolle Perspektive darstellt.
Insolvenzen im gesamtwirtschaftlichen Kontext
Die Meldung über die Insolvenz der Kahmann-Frilla Lichtwerbung GmbH fällt in eine Zeit, in der auch in Deutschland eine besorgniserregende Entwicklung bei Unternehmensinsolvenzen zu verzeichnen ist. Im Jahr 2024 wurden dort insgesamt 21.812 Insolvenzen registriert, was einen Anstieg von rund 4.000 Fällen im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Dies entspricht einem Anstieg von 22,4%, was ähnlich dem Anstieg von 22,1% im Jahr 2023 ist. Die Gründe für diese Zunahme sind vielfältig und reichen von aktuellen Krisen bis hin zu den Auswirkungen früherer wirtschaftlicher Turbulenzen.
Besonders betroffen von den Insolvenzen sind Unternehmen, die bereits mehrere Jahre am Markt sind. Die Anzahl der Insolvenzen je 1.000 Bestandsunternehmen ist auf 7 gestiegen. Auch die betroffenen Selbständigen sind nicht unerheblich: Über 23.000 ehemals Selbstständige haben Insolvenzanträge aufgrund von Schulden aus ihrer selbstständigen Tätigkeit gestellt. Trotz des Anstiegs bleibt jedoch festzustellen, dass Insolvenzen eine relativ seltene Form der Unternehmensschließung darstellen.
Für die gesamte Wirtschaft bleibt es abzuwarten, wie sich die Situation rund um die Kahmann-Frilla Lichtwerbung GmbH entwickeln wird. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit durch innovative Projekte und langjährige Erfahrung auf sich aufmerksam gemacht. Die kommenden Schritte in Richtung Sanierung werden entscheidend sein, nicht nur für die Zukunft des Unternehmens, sondern auch für die 77 Mitarbeiter, die auf eine positive Wende hoffen.
Für detaillierte Informationen über die Insolvenz der Kahmann-Frilla Lichtwerbung GmbH besuchen Sie bitte Ö24 und für Statistiken zu Unternehmensinsolvenzen in Deutschland schauen Sie auf IFM Bonn.
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