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Handelskrieg ausgerufen: Trump erklärt Europa den Kampf!

Heute, am 2. April 2025, analysiert der Außenpolitik-Experte Kurt Seinitz die aktuelle geopolitische Situation unter der Präsidentschaft von Donald Trump. Der Präsident hat einen „Tag der Befreiung“ ausgerufen und einen umfassenden Handelskrieg gegen die gesamte Welt erklärt. Dies beinhaltet die Einführung von Zöllen auf alle Waren aus allen Ländern. Trump sieht sich dabei in einem Konflikt zwischen den USA und dem Rest der Welt, wobei Europa als der bisher treueste Verbündete der USA besonders in den Fokus seiner Kritik rückt.

In seinen Äußerungen kritisiert Trump die Europäische Union scharf und bezeichnet sie als schwach. Er hebt die Mehrwertsteuer der EU als ein Beispiel für eine antiamerikanische Wettbewerbsverzerrung hervor. Während Russland in Trumps Augen positiv betrachtet wird, sind die Zölle gegen China, das er jedoch mit Respekt vor dessen Wirtschaftskraft behandelt, eine Maßnahme, die seine aggressive Wirtschaftspolitik unterstreicht. Diese Handlungsweise wird als Rückfall in eine imperialistische Machtausweitung des 19. Jahrhunderts gedeutet. Die Krone berichtet, dass diese neue Strategie Trumps die internationalen Beziehungen stark belastet.

Europäische Reaktionen und der Ukraine-Konflikt

Der Handelskrieg fällt mit einem kritischen Zeitpunkt für transatlantische Beziehungen zusammen. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 hat sich die Unterstützung für die Ukraine und die Reaktion auf den Völkerrechtsbruch durch Russland zu einem zentralen Thema im Verhältnis Deutschlands und Europas zu den USA entwickelt. In diesem Kontext spielen die USA eine zentrale Rolle bei der Koordinierung der Reaktionen und betonen Präsident Bidens Anspruch auf internationale Führungsposition.

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Der Krieg in Europa hat die sicherheitspolitische Abhängigkeit europäischer Verbündeter von den USA verdeutlicht. Während die Biden-Regierung eine betonte internationale Kooperation anstrebt, bestehen Konflikte mit der EU, insbesondere in Bezug auf den Inflation Reduction Act (IRA). Dieser zielt auf eine grüne Wende der amerikanischen Wirtschaft und steht im Zusammenhang mit der Umsetzung der Pariser Klimaziele.

Innere Spannungen und Ausblick auf die Zukunft

Die innenpolitische Lage in den USA bleibt polarisiert. Besonders die Weigerung von Trump, das Ergebnis der Präsidentschaftswahl anzuerkennen, und der Sturm auf das Kapitol haben die politischen Spannungen verschärft. Dennoch haben die störungsfreien Zwischenwahlen 2022 und der Erfolg moderater Kandidaten in umstrittenen Wahlkreisen etwas zur Stabilität der Demokratie beigetragen.

Dennoch führen wachsende ideologische Differenzen zwischen den Parteien zu Unsicherheiten für die transatlantischen Beziehungen. Der Aufstieg Chinas wird von amerikanischer Seite als langfristige Herausforderung wahrgenommen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die transatlantischen Beziehungen unter einem potenziell wiedergewählten Trump entwickeln werden. Die Informationen über die US-Politik und die transatlantischen Beziehungen sind in einem Dossier der SWP Berlin zusammengefasst.

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USA
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krone.at

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