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Die Erste Group Bank kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024 zurückblicken, das am 28. Februar 2025 bilanziert wurde. Laut der Krone hat die Bank ihren Nettogewinn um 4,3 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro gesteigert. Diese positive Entwicklung wurde durch eine erhöhte Nachfrage nach Krediten, die um fast 5 Prozent auf 218,1 Milliarden Euro stieg und hauptsächlich in Central- und Osteuropa ausgegeben wurde, begünstigt. Bankchef Peter Bosek betonte, dass zwei Drittel des Gewinns aus diesen Regionen stammen, was auf ein ungebrochenes Streben nach Wohlstand hinweist.
Ein weiterer positiver Aspekt ist der Aktienkurs der Erste Group, der im vergangenen Jahr deutlich gestiegen ist. Die Bank plant, eine Dividende von 41,2 Prozent des bereinigten Gewinns auszuschütten. Trotz dieser Erfolge sieht sich die Bank jedoch mit einer signifikanten Herausforderung konfrontiert: Die neue schwarz-rot-pinke Regierung plant, die Bankenabgabe in Österreich, die vor einem Jahr 40 Millionen Euro betrug, stark zu erhöhen. Für 2025 und 2026 wird eine Abgabe von jeweils 500 Millionen Euro anvisiert, die danach auf 200 Millionen Euro sinken soll.
Kreditnachfrage und Zinssenkungen
Die steigende Investitionsfreude der Kunden ist auf die Zinssenkungen zurückzuführen, die Unternehmen und private Haushalte dazu anregen, in die Wirtschaft zu investieren. Laut Erste Group Finanzchef Stefan Dörfler hat dies zu einem Anstieg der Kreditaufnahme geführt, was ebenfalls zu den positiven Geschäftszahlen beigetragen hat. Die Bankensteuer erweist sich angesichts dieser Gewinnerwartungen als zweischneidiges Schwert, da die Erhöhung der Steuerlast die künftigen Einnahmen schmälern könnte.
Insgesamt zeigt sich die Erste Group optimistisch hinsichtlich der zukünftigen Entwicklungen in Zentral- und Osteuropa, wo weiteres Wachstumspotenzial gesehen wird.
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