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Dramatische Warnung: Trump und der Handelskrieg bedrohen Österreich!

Am 4. April 2025 warnt Helmut Brandstätter, der NEOS-Delegationsleiter im EU-Parlament, vor den gravierenden Risiken, die die Zollpolitik von Donald Trump mit sich bringt. In einer aktuellen Aussage hebt Brandstätter hervor, dass ein Handelskrieg nicht nur die europäische, sondern auch die österreichische Wirtschaft erheblich schädigen könnte. Er beschreibt, wie der Anstieg der Inflation, ein verlangsamtes wirtschaftliches Wachstum sowie die Gefährdung zahlreicher Arbeitsplätze, insbesondere in exportorientierten Ländern wie Österreich, direkte Folgen eines solchen Konflikts wären. Brandstätter kritisiert zudem die FPÖ, die Trumps Vorgehen entweder unterstützt oder verharmlost.

Ein weiterer zentraler Punkt seiner Argumentation ist der Aufruf an die Europäische Union, enger zusammenzurücken und verbleibende Handelsbarrieren abzubauen. Laut Brandstätter könnten durch diese Maßnahmen die EU-Wirtschaft um beeindruckende 1,2 Billionen Euro wachsen. Gleichzeitig sieht er in der Konfrontation mit den USA auch eine Chance für Europa, gestärkt aus der Situation hervorzugehen, sofern man die richtigen Schlüsse daraus zieht. Der Wirtschaftsprofi ist sich der wirtschaftspolitischen Eskalation sehr bewusst und appelliert an eine kollektive europäische Antwort auf die Herausforderungen.

Historische Parallelen und Warnungen von Experten

Diese aktuelle Lage weckt Erinnerungen an die Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre, als hohe Zölle weltweite Handelskrisen auslösten. Laut einem Bericht von tagesschau.de äußern Ökonomen weltweit Unverständnis für Trumps Zollpolitik. Roberto Azevdo, der ehemalige Generaldirektor der Welthandelsorganisation, mahnt zur Vorsicht. Er verweist auf das Smoot-Hawley-Zollgesetz, das zu einer globalen Zoll-Eskalation führte und den internationalen Handel drastisch einschränkte.

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Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING Bank, zieht ähnliche Vergleiche zur damaligen Zeit, als Protektionismus und Zölle die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Ländern erheblich beeinträchtigten. Während die Zölle der 1930er-Jahre gegenmaßnahmen anderer Länder provozierten, warnen Experten heute vor ähnlichen Konsequenzen, die letztendlich den Welthandel gefährden könnten. Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, geht jedoch etwas differenzierter auf die Situation ein und erklärt, dass die Zölle der 1930er-Jahre nicht die Hauptursache der Depression waren, sondern diese nur verschärften.

Wirtschaftliche Perspektiven und Auswirkungen

Krämer hebt hervor, dass die gegenwärtige wirtschaftliche Lage durch die Möglichkeit geprägt ist, dass Zentralbanken neues Geld schaffen können, im Gegensatz zur damaligen Zeit, als die restriktive Gold-Standard-Politik eine flexible Reaktion verhinderte. Während in den 1930er-Jahren eine Massenarbeitslosigkeit herrschte, gibt es aktuell in den USA nahezu Vollbeschäftigung.

Allerdings warnt er, dass die Zölle negative Auswirkungen auf die US-Wirtschaft haben könnten, indem sie die Produktionskosten in die Höhe treiben und dadurch die Preise für amerikanische Konsumenten steigen. Bei einem Rückzug der USA aus der internationalen Arbeitsteilung könnten auch die Konsumausgaben der amerikanischen Bürger stark beeinträchtigt werden. Ken Rogoff, ein ehemaliger Chefökonom des Internationalen Währungsfonds, drückt seine Ratlosigkeit über die zukünftige Entwicklung aus, was die Unsicherheiten in der globalen Handelspolitik zusätzlich verstärkt.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird und welche Maßnahmen die Europäische Union letztlich ergreifen wird, um den Herausforderungen durch Trumps Zollpolitik zu begegnen.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Handelskrieg
Genauer Ort bekannt?
Österreich
Sachschaden
1200000000000 € Schaden
Ursache
wirtschaftspolitische Eskalation
Beste Referenz
ots.at

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