Die deutsche Wirtschaft hat seit 2020 mit mehreren Krisen zu kämpfen, die zu erheblichen ökonomischen Einbußen geführt haben. Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass Deutschland in den letzten Jahren insgesamt 940 Milliarden Euro an wertschöpfungsbereinigtem Bruttoinlandsprodukt (BIP) verloren hat. Dies entspricht einem Verlust pro Erwerbstätigem von über 20.000 Euro, was einen alarmierenden Wert darstellt, der die Belastungen der aktuellen Krisendekade verdeutlicht.

Zusätzlich zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie, die 2020 einen Ausfall von 185 Milliarden Euro verursachte, kamen 2021 weitere Verluste von rund 100 Milliarden Euro hinzu. Mit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs und geopolitischen Spannungen ab 2022 hat sich die Situation weiter verschärft. So wurden für 2022 bereits 75 Milliarden Euro und für 2023 140 Milliarden Euro an weiteren wirtschaftlichen Verlusten prognostiziert. Die anhaltende Stagnation im Jahr 2025 könnte sogar zu Rekordwerten von 235 Milliarden Euro an Einbußen führen, wie die IW-Modellrechnung ergibt.

Ursachen der wirtschaftlichen Belastungen

Die Krisen, unter denen die deutsche Wirtschaft leidet, sind vielschichtig. Neben der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Konflikt ist auch ein Zollstreit mit der US-Regierung unter Donald Trump verantwortlich für die ökonomischen Schwierigkeiten. Ein Viertel der Gesamtausgaben resultiert aus diesen Zollkonflikten, was die Belastung zusätzlich erhöht.

Michael Grömling, ein Forscher des IW, konstatiert, dass die laufende Dekade von außergewöhnlichen Schocks und hohen ökonomischen Anpassungslasten geprägt ist. Das Belastungsniveau der aktuellen Krisen übersteigt die wirtschaftlichen Einbußen, die während der Stagnationsperiode von 2001 bis 2004 (360 Milliarden Euro) und der Finanzkrise 2008/2009 (525 Milliarden Euro) verzeichnet wurden.

Fazit: Ausblick auf die wirtschaftliche Zukunft

Die grundlegende Frage für die deutsche Wirtschaft bleibt, wie sie aus dieser Reihe von Krisen herauskommen kann. Die hohen Anpassungslasten, gepaart mit anhaltenden geopolitischen Spannungen, werfen einen Schatten auf die wirtschaftliche Erholung. Es bleibt abzuwarten, wie die Bundesregierung und die Wirtschaft auf diese anhaltenden Herausforderungen reagieren werden.

Insgesamt zeigt sich, dass die deutschen Wirtschaft leidet und der Verlust an Wertschöpfung das Land noch lange beschäftigen könnte. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in den Berichten von exxpress, Tagesschau und Spiegel.