In Japan hat ein massiver Wintereinbruch verheerende Auswirkungen, die in den letzten Wochen zu mindestens 35 Todesopfern geführt haben. Laut den Berichten von Kleine Zeitung sind rund 400 Menschen verletzt. Die Behörden warnen eindringlich vor extremer Lawinengefahr, die durch einen bevorstehenden Wetterumschwung und steigende Temperaturen entsteht.
Seit Ende Jänner hat insbesondere der Norden Japans unter enormen Schneefällen gelitten, die zu Schneeverwehungen von bis zu zwei Metern in Städten wie Aomori führten. Dieser Ort gilt als die schneereichste Großstadt der Welt mit etwa 270.000 Einwohnern. Am Mittwoch stiegen die Temperaturen in Aomori auf etwa acht Grad Celsius, was die Gefahr von Lawinen und herabfallenden Schneemassen von Dächern erhöht. Berichten zufolge wurden Menschen von herabfallendem Schnee begraben oder beim Schneeräumen von Dächern schwer verletzt.
Extremwinter in Nordjapan
Am 2. Februar 2026 wurden von Tagesschau Schneehöhen von 1,83 Metern gemessen, was die vierthöchste jemals registrierte Schneehöhe in der Präfektur Aomori darstellt. Extreme Schneemengen wurden aufgrund kalter Winde aus Sibirien, die Feuchtigkeit transportieren, generiert. Dies hat zu Schneefällen geführt, die seit Jahrzehnten nicht mehr beobachtet wurden.
In den letzten zwei Wochen haben 27 Menschen ihr Leben verloren, während 290 weitere verletzt wurden. Auch in anderen Regionen wie Uonuma in Niigata, wo 2,73 Meter Neuschnee gefallen sind, sind die Auswirkungen dieses Wintereinbruchs zu spüren. Die Behörden meldeten außerdem Glatteis, Lawinengefahr und Schwierigkeiten bei der Stromversorgung und im Verkehr.
Armee im Einsatz und Warnhinweise
Als Reaktion auf diese Notsituation wurden die japanischen Bodenselbstverteidigungsstreitkräfte (JGSDF) erstmals seit 2005 zur Schneeräumung angefordert. Der japanische Wetterdienst warnt zudem vor weiterem Neuschnee in verschiedenen Präfekturen, darunter Niigata, Ishikawa und Nagano. Besorgte Bürger werden aufgefordert, bei Schneeräumarbeiten Helme zu tragen und in Teams zu arbeiten, um Verletzungen zu vermeiden.
Die fortdauernden Schneefälle und die damit verbundenen Gefahren führen weiterhin zu erheblichen Problemen. Behörden und Bewohner arbeiten gemeinsam an der Bewältigung dieser extremen Wetterbedingungen, während der Bahn- und Flugverkehr bereits teilweise unterbrochen ist. Die Bevölkerung wird angehalten, sich auf weitere Schneefälle vorzubereiten und entsprechende Vorkehrungen zu treffen, um die Sicherheit zu gewährleisten, wie Weather.com berichtet.
Die verheerenden Auswirkungen des Wintereinbruchs zeigen, wie verletzlich selbst moderne Städte gegenüber extremen Wetterereignissen sein können. In Anbetracht der prognostizierten weiteren Schneefälle bleibt die Gefahr von Verletzungen und Schäden hoch.