
In den letzten Tagen hat die militärische Offensive Israels gegen die Hamas in Gaza an Intensität gewonnen. Insbesondere die Stadt Rafah, ein wichtiger Grenzübergang zu Ägypten, steht im Fokus des Geschehens. Laut Kleine Zeitung ist geplant, Rafah zu einer Sicherheitszone zu erklären, die künftig militärisch besetzt werden soll. Ein verzweifelter Familienvater beschreibt die Situation und erklärt, Rafah sei "weg" und "ausgelöscht", während die Zerstörung von Häusern und Eigentum weiter voranschreitet.
Die humanitäre Situation hat sich dramatisch verschärft, da Hunderttausende aus Rafah in die benachbarte Stadt Khan Younis geflohen sind. Dabei berichten Flüchtende von katastrophalen Lebensbedingungen, die sich besonders während des islamischen Feiertags Eid al-Fitr verschärfen. Philippe Lazzarini von der UNRWA spricht von mindestens 140.000 Menschen, die von einem neuen umfassenden Evakuierungsbefehl betroffen sind Euronews.
Evakuierungsbefehl und Flüchtlingsnot
Die Palästinenser, die aus Rafah fliehen, sind dabei, ihre Habseligkeiten mit Eselskarren, Fahrrädern oder sogar auf dem Rücken zu transportieren. Viele Migranten berichten von der Panik, die sich in der Stadt ausbreitet. Die Gesundheitsbehörden im Gazastreifen haben bereits für den heutigen Morgen von mindestens 20 Opfern durch einen Luftangriff in einem Vorort von Gaza-Stadt berichtete, gefolgt von einem weiteren Angriff auf ein Schulgebäude, wo Vertriebene Schutz gesucht hatten, bei dem mehr als 27 Menschen ums Leben kamen Kleine Zeitung.
Zusätzlich sind seit Beginn der Offensive mehr als 50.000 Palästinenser ums Leben gekommen, während etwa 90 Prozent der Bevölkerung des Gazastreifens während dieses Konflikts vertrieben wurden. Die UN warnt vor einer drohenden humanitären Katastrophe, da während der letzten acht Tage keine humanitäre Hilfe in den Gazastreifen gelangte. Wasser- und Nahrungsmittelengpässe verschärfen die Situation und führen zu einem Wassermangel, der als kritisch bezeichnet wird Welt.
Kampfeinsätze und Geiselnahme
Parallel zu den Evakuierungsversuchen intensiviert das israelische Militär seine Bodenoffensive im Gazastreifen, wobei auch gezielte Angriffe auf vermutete Hamas-Positionen durchgeführt werden. Berichten zufolge hat Israel in den letzten Wochen eine umfassende Operation zur Zerstörung von unterirdischen Tunneln und Raketenwerkstätten der Hamas unternommen und 50 vermeintliche Terroristen ausgeschaltet Euronews.
Die Situation eskaliert weiter, nicht zuletzt aufgrund der anhaltenden Geiselnahme, bei der 59 Personen von der Hamas gefangen gehalten werden. Israel fordert die Freilassung lebender Geiseln und die Übergabe der Leichen, um eine mögliche Waffenruhe zu verlängern. Über anderthalb Jahre nach dem ersten Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023, bei dem 1.200 Menschen in Israel getötet und über 250 Geiseln genommen wurden, ist die Situation weiterhin angespannt. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat als Ziel die vollständige Zerschlagung der Hamas ausgegeben.
Die Berichte über zivile Opfer, flogene Menschen und die Zerstörung von Infrastrukturen machen deutlich, dass die humanitäre Lage im Gazastreifen sich in einem kritischen Zustand befindet, während internationale Stimmen wie die der Arabischen Liga und der Afrikanischen Union vor einem möglichen „Völkermord“ warnen. Der Druck auf die Zivilbevölkerung wächst, während der Konflikt in eine neue Phase eintritt, ohne dass ein Ausweg in Sicht ist.
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