Ab dem 27. Jänner 2026 werden im Südtiroler Pustertal wieder Züge zwischen Bruneck und Franzensfeste verkehren. Diese Rückkehr markiert das Ende einer umfassenden Modernisierungsmaßnahme, bei der 27 Kilometer der Bahnstrecke saniert wurden. Laut Dolomitenstadt wurde dieser Bahnabschnitt in enger Zusammenarbeit zwischen der italienischen Infrastrukturgesellschaft RFI, dem Land Südtirol und dem Ministerium für Infrastrukturen und Verkehr erneuert.
Die Modernisierung zielt darauf ab, die Sicherheit, Effizienz und Zugänglichkeit des Schienenverkehrs zu verbessern. Auch die Verkürzung der Fahrzeiten und die Optimierung der Anbindung an das nationale Schienennetz sind zentrale Aspekte. Neben der Erneuerung der Oberleitungen wurden 500 neue Masten, Leitungen und Ausleger installiert. Es fanden zudem umfangreiche Arbeiten in Vintl, Mühlbach sowie an den 13 sanierten Bahnhöfen statt. Insgesamt beliefen sich die Kosten der Arbeiten auf über 10 Millionen Euro, während in die Sanierung der Bahnhöfe mehr als 7,5 Millionen Euro investiert wurden.
Fortschritte bei der Riggertalschleife
Ein wesentlicher Bestandteil dieser Bahnerneuerung ist die im Bau befindliche Riggertalschleife, die eine direkte Verbindung der Brennerbahnlinie mit der Pusterer Bahnlinie herstellen wird. Diese neue Verbindung, die nach Fertigstellung eine Einsparung von 15 Minuten zwischen Bozen und Bruneck ermöglichen soll, ist ein Schlüsselprojekt für die zukünftige Mobilität im Pustertal. Die Riggertalschleife umfasst eine 190 Meter lange Brücke und einen 800 Meter langen Tunnel, wobei das gesamte Bauvolumen 251 Millionen Euro beträgt. Die Finanzierung erfolgt durch nationale und europäische Mittel, heißt es auf Südtirolmobil.
Die Bauarbeiten an der Riggertalschleife zeigen kontinuierliche Fortschritte, einschließlich der Unterquerung der A22. Ab dem 27. Jänner wird die bestehende Strecke bis zur Fertigstellung der Riggertalschleife in Betrieb bleiben. Um den Fahrgästen den Übergang zu erleichtern, wird im neuen Fahrplankonzept ein verlängerter Aufenthalt in Bruneck eingeplant.
Nachhaltigkeit im Fokus
Die Modernisierungsmaßnahmen sind nicht nur als technische Innovationen zu betrachten, sondern tragen auch zu einem umfassenden Umweltschutz und einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen bei. Tägliche Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zeigen laut BMV, dass die Verlagerung von Verkehr auf den öffentlichen Personenverkehr erhebliche Emissionsreduktionen bewirken kann. Schienenpersonenverkehr und moderne Bahninfrastruktur sind Schlüsselfaktoren für eine nachhaltige Mobilität.
Umweltschonende Maßnahmen im Verkehr, wie der Einsatz elektrischer und alternativ betriebener Fahrzeuge, werden somit immer wichtiger. Diese Projekte im Pustertal sind ein Teil einer größeren Bewegung hin zu einem nachhaltigen Mobilitätskonzept, das zukünftige Generationen mit effizienten und umweltfreundlichen Transportmitteln bedienen will.
Die Rückkehr der Züge im Südtiroler Pustertal ist ein ermutigendes Zeichen für die Zukunft des öffentlichen Verkehrs und wird als wertvoller Beitrag zur Verbesserung der Regionalentwicklung angesehen.