
Die bevorstehenden Feiertage bringen nicht nur Freude, sondern auch einen deutlichen Preisanstieg für Schokolade mit sich. Laut oe24 wird Schokolade im Jahr 2025 teurer als je zuvor, insbesondere Schokohasen, die dieses Jahr um durchschnittlich 10% an Preis zulegen werden. Dies ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, wie schlechte Ernten, gestiegene Kakaopreise und wirtschaftliche Einflüsse. Auch kleine Schokohasen und andere Osterfiguren werden stark im Preis steigen, mit Aufschlägen von bis zu 159%.
Besonders betroffen sind Premium-Marken wie der Lindt-Goldhase, dessen Preisanstieg um rund 10% für 100 Gramm zu verzeichnen ist. Weitere Preiserhöhungen sind durch neue Handelszölle auf europäische Waren zu erwarten, die den Schokoladenexport belasten. Verbraucher müssen sich daher auf höhere Preise einstellen, insbesondere angesichts der stark gestiegenen Produktionskosten und Handelszölle.
Kakaopreis erreicht Rekordstände
Der Preis für Kakao hat kürzlich Rekordstände erreicht. Wie tagesschau.de berichtet, klettert der Preis für eine Tonne Kakao in Richtung 10.000 US-Dollar, nachdem er Anfang 2025 mit knapp 13.000 US-Dollar kurz vor Weihnachten einen historischen Höchststand erreicht hatte. Die Lagerbestände in wichtigen Handelszentren wie London und New York sind auf ein historisches Tief gesunken, was den Preisanstieg weiter anheizt. So sanken die Lagerbestände in London von über 100.000 Tonnen auf etwa 21.000 Tonnen.
Die Ursachen für dieses geringe Angebot sind vielfältig: Klimawandel, Pflanzenkrankheiten sowie ein Rückgang der Investitionen in den Kakaoanbau tragen zu den Schwierigkeiten bei. Außerdem gibt es eine steigende Nachfrage nach Kakao, insbesondere aus aufstrebenden Märkten wie China, die die Situation zusätzlich verschärfen.
Verbraucher aufgefordert, Preise zu vergleichen
Die Verbraucher sind gefordert, aufmerksam zu kaufen. Laut oe24 sollten sie auf den Grundpreis achten, um die besten Angebote zu finden. Discounter bieten oft günstigere und nachhaltigere Alternativen an, die nur Kakaobutter enthalten und auf Palmöl verzichten. Viele dieser Produkte tragen zudem Fair-Trade- oder Rainforest-Alliance-Siegel.
Die aktuellen Unsicherheiten auf dem Markt führen dazu, dass Verbraucher möglicherweise weniger Kakao in ihrer Schokolade vorfinden. Die Bauern warnen bereits vor schlechter Qualität der Bohnen und möglicher Knappheit im April, was die Preisentwicklung weiter beeinflussen dürfte. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Marktbedingungen in den kommenden Wochen entwickeln werden, doch eines ist sicher: Schokolade wird 2025 ein kostspieliges Vergnügen sein.
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