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Österreichs Haushalte zeigen unverändert Interesse an Kosmetik und Körperpflege, doch die aktuellen Marktanalysen bringen auch schockierende Trends ans Licht. So gaben laut Kosmetik transparent im Jahr 2024 fast alle Haushalte, konkret 95 Prozent, durchschnittlich 222 Euro für Schönheitsprodukte aus, was einem Rückgang um drei Euro im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Trotz stabiler Ausgaben insgesamt ist die Nachfrage nach Natur- und naturnaher Kosmetik stagniert, wobei weniger als die Hälfte der Haushalte (43 Prozent) solche Produkte erwarb – ein Rückgang um 3,2 Prozentpunkte. Diese Entwicklung wird von Sandra Bayer, Marktforscherin bei YouGov, auf die angespannte wirtschaftliche Lage zurückgeführt, die Konsumenten dazu zwingt, günstige Alternativen zu wählen.
Besonders im Bereich der Naturkosmetik ist die Kauflaune gedämpft, auch wenn der Drogeriefachhandel im Jahr 2024 um 1,6 Prozentpunkte auf 65,7 Prozent der Umsätze zulegte. Parfümerien und Apotheken hingegen müssen leichte Rückgänge hinnehmen. Die Preissituation bleibt angespannt, was vor allem auf hohe Rohstoffpreise und gestiegene Energiekosten zurückzuführen ist, so Andrea Schneider von Kosmetik transparent. Im Vergleich dazu sind die Ausgaben für Haarpflege, Mundpflege und allgemeine Körperpflegeprodukte insgesamt gestiegen. Die Verbraucher haben im Jahr 2024 für Haarpflege im Schnitt 50,7 Euro ausgegeben, was einen Anstieg von 3,6 Euro im Vergleich zu 2023 bedeutet.
Konsumverhalten unter Druck
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wie der Ukraine-Krieg, beeinflussen den globalen Rohstoffmarkt und die Produktverfügbarkeit, was laut Schneider weitere Herausforderungen für die Branche mit sich bringt. Lediglich im Bereich der Mundpflege gab es eine positive Entwicklung, wo die Nachfrage um 1,5 Prozentpunkte stieg. Trotz der leichten Rückgänge in der Nachfrage bleibt der Markt für Personal Care stabil, wie Die Presse unterstreicht. Während Haushalte bei Produkten wie Shampoos und Duschgelen sparen, zeigen sich steigende Trends bei Deodorants und Haarstyling-Produkten. Die Zukunft bleibt ungewiss, während der Kosmetikmarkt sich weiter an die sich verändernden Bedürfnisse der Konsumenten anpassen muss.
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