Am 3. Februar 2026 berichten verschiedene Quellen über die aktuellen Entwicklungen auf dem Ölmarkt, die trotz gesunkener Rohölpreise nicht zu einer Entlastung der Verbraucher an der Zapfsäule geführt haben. Laut Dolomitenstadt sind hohe Aufschläge entlang der Lieferkette der Hauptgrund, dass die Preise für Treibstoffe stark steigen. Dies wird besonders deutlich, wenn man die aktuellen Preise betrachtet.
Der Preis für Benzin liegt derzeit bei 1,61 Euro pro Liter, während Diesel mit 1,72 Euro pro Liter zu Buche schlägt. Im Vergleich zu den Vorkriegszeiten, als Benzin noch 1,22 Euro und Diesel 1,26 Euro kosteten, zeigen sich erhebliche Preisaufschläge. Diese Aufschläge betragen aktuell 25 Cent für Benzin und 35 Cent für Diesel, wobei sie vor dem Krieg nur bei 18 und 23 Cent lagen. Besonders signifikant sind die +7 Cent für Benzin und +12 Cent für Diesel im Vergleich zum Vorkriegsniveau.
Preisdruck auf Haushalte
Das Momentum Institut beschreibt den dringenden Handlungsbedarf in der Situation. Die anhaltend hohen Aufschläge drücken auf die Kassen der Haushalte, insbesondere in Zeiten wie den bevorstehenden Semesterferien, in denen viele Familien verreisen und tanken müssen. Laut Momentum Institut könnten Autofahrer bei Benzin rund 8 Cent pro Liter weniger zahlen, wenn die Aufschläge wieder auf das Niveau vor dem Krieg zurückgeführt würden. Dies würde eine jährliche Ersparnis von etwa 59 Euro für einen durchschnittlichen Benzin-Pkw ermöglichen.
Die Situation beim Diesel ist ähnlich: Hier würde eine Rückkehr zu den Vorkriegsauf düsten von etwa 14 Cent pro Liter eine jährliche Einsparung von rund 133 Euro bedeuten. Diese Einsparungen werden vor dem Hintergrund hoher Lebenshaltungskosten für viele Haushalte besonders relevant. In einer breiten Analyse wird deutlich, dass Raffinerien seit vier Jahren zusätzliche Preiserhöhungen durchsetzen, die ihren Gewinn auf Kosten der Autofahrer maximieren. So wurden Zusatzerlöse von 87 Millionen Euro für Benzin und rund 207 Millionen Euro für Diesel im Vergleich zu den Vorkriegszeiten ermittelt.
Politische Reaktionen und Marktanalysen
Eine Spritpreis-Kommission trat am 29. Jänner 2026 erstmals zusammen, um die Preisentwicklung systematisch zu untersuchen. Es gibt bereits Forderungen an die Bundesregierung, die Preise zu regulieren, da eine bloße Untersuchung nicht ausreicht. Ein ähnlicher Aufruf zur Regulation wurde ebenfalls von Dolomitenstadt unterstützt, um die ungerechten Preisaufschläge zu reduzieren. Die Marktbedingungen haben sich dahingehend verändert, dass Rohölpreise und Endverbraucherpreise sich deutlich entkoppelt haben.
Im Globalen Kontext wird weiterhin betont, dass Rohöl weltweit die wichtigste Energiequelle bleibt, während der Ölverbrauch in einigen Ländern bis 2024 moderat ansteigt. Tecson führt an, dass vor allem die 20 ölverbrauchendsten Länder 80% des global produzierten Öls konsumieren. Die damit verbundenen Dynamiken bleiben für die globalen Märkte und ihre Preisgestaltung entscheidend.