
Bei einem Vortrag in Bratislava zog der ehemals abgesetzte Erzbischof von Trnava, Robert Bezak, die Aufmerksamkeit auf sich. Der 65-Jährige, von Papst Franziskus 2021 wieder rehabilitiert, hielt in der Aula der Theologischen Fakultät der Tyrnauer Universität eine lebhafte Diskussion über den "Wertrelativismus des Menschen von heute" und die Suche nach Sinn, inspiriert von Viktor Frankls Lehren. Unter den zahlreichen Anwesenden befanden sich Bischöfe, Ordensobere sowie Medienvertreter, wie kathpress.at berichtete. Bei der Veranstaltung überbrachte der Apostolische Nuntius, Erzbischof Nicola Girasoli, die Grüße des Papstes und betonte die Rückkehr Bezaks in die theologische Arena.
Bezaks Rückkehr in den theologischen Diskurs kommt nach einer langen und umstrittenen Geschichte, die 2012 mit seiner Amtsenthebung durch Papst Benedikt XVI. begann. Diese Entscheidung sorgte international für Aufsehen; die genauen Gründe bleiben jedoch unklar. Vermutet wird ein Zusammenhang mit finanziellen Nachforschungen und Vorwürfen gegen seinen Vorgänger. Während Papst Franziskus die Ernennung Bezaks zum Diözesanbischof nicht vollzog, wurde durch seine wiederholten Gesten klar, dass der ehemalige Erzbischof weiterhin als geweihter Bischof anerkannt ist.
Neuer Weihbischof für Graz-Seckau
Ein weiteres wichtiges Ereignis ereignete sich in Graz, wo Papst Franziskus den Priester Johannes Freitag zum neuen Weihbischof der Diözese Graz-Seckau ernannte. Diese Entscheidung wurde am Freitagmittag im "Bollettino" des Vatikans bekannt gegeben, wie kath.net berichtete. Freitag, der aus Knittelfeld stammt und 1972 geboren wurde, tritt damit in die Fußstapfen seines Vorgängers und wird Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl in verschiedenen Aufgaben unterstützen. Die Diözese hatte über zwölf Jahre keinen Weihbischof gehabt, nachdem Franz Lackner von 2002 bis 2013 diese Position innehatte.
Johannes Freitag bringt eine umfangreiche Erfahrung mit, sowohl in der Seelsorge als auch in der Medienarbeit, und soll das Amt in einer Zeit antreten, die für die katholische Kirche zahlreiche Herausforderungen birgt. Dies markiert nicht nur einen Neuanfang für die Diözese Graz-Seckau, sondern auch eine Verstärkung der Leitung in der Region. Freitag, der 1999 zum Diakon geweiht wurde, hat sich durch zahlreiche pastorale Einsätze und seine akademische Ausbildung einen Namen gemacht und wird in Zukunft eine Schlüsselrolle in der Diözese spielen.
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