
In der niederösterreichischen Gemeinde Breitenfurt kam es am Montagabend bei einer Informationsveranstaltung zu einem umstrittenen Immobilienprojekt zu hitzigen Auseinandersetzungen. Der ORF-Moderator Armin Assinger, der die Veranstaltung moderierte, sorgte mit einer provokanten Geste für Aufregung: Er zeigte dem Publikum den Mittelfinger. Dies geschah, nachdem eine Zuschauerin seine Neutralität in Frage stellte und ein weiterer Besucher ihn provozierte. Assinger verteidigte später seine Handlung, indem er erklärte, dass er lediglich eine frühere Geste nachstellen wollte, die gegen ihn gerichtet war, wie exxpress.at berichtete.
Das geplante Bauprojekt sieht die Errichtung von 310 Wohnungen und eines Primärversorgungszentrums auf einer einstigen Grünfläche vor, was in der Bevölkerung stark umstritten ist. Viele Anwohner sind besorgt über den Verlust ihrer Naturansichten und fühlen sich von den Entscheidungsprozessen ausgeschlossen. Bürgermeister Wolfgang Schredl steht hinter dem Projekt, während der Widerstand in der Bevölkerung wächst. Die Veranstaltung, die ursprünglich dazu gedacht war, für Klarheit zu sorgen und Bedenken auszuräumen, führte lediglich zu weiteren Spannungen. Diese Entwicklungen könnten sich auf die am kommenden Sonntag anstehende Volksbefragung über die Umwidmung auswirken, in der die Bürger von Breitenfurt über das Vorhaben entscheiden sollen, wie meinbezirk.at berichtete.
Die Reaktionen auf Assingers Verhalten ließen nicht lange auf sich warten. Die Bürgerinitiative „Zukunft Breitenfurt – wir reden mit“ warf ihm eine parteiische Moderation und Feindseligkeiten vor. Auch Gabriele Rass-Hubinek von den Grünen kritisierte seine unprofessionelle Haltung. Der ORF distanzierte sich von der Veranstaltung und betonte, dass Assingers Auftritt nicht mit seinem Engagement für den Sender in Verbindung stehe. Diese Vorfälle haben die ohnehin schon angespannten Fronten zwischen Befürwortern und Gegnern des Projekts zusätzlich verhärtet.
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