
Die US-Börsen stecken in einer schweren Krise, die von den wirtschaftspolitischen Entscheidungen des ehemaligen Präsidenten Donald Trump ausgelöst wurde. In der vergangenen Woche erlebte die Wall Street ihren schlimmsten Tag seit 2022, während der S&P 500 um 4 Billionen Dollar (3.688,34 Milliarden Euro) einbrach. Am Montag verloren der Nasdaq 100 3,81 Prozent, der S&P 500 fiel um 2,70 Prozent, und der Dow Jones Industrial sank um 2,08 Prozent. Experten führen diese Rückgänge auf die Angst vor einer drohenden Rezession und den zuletzt angekündigten Zinserhöhungen zurück, wie das Nachrichtenportal oe24 berichtet.
Ein zentraler Faktor hinter diesem Börsenbeben sind die von Trump angedrohten drastischen Zollerhöhungen auf kanadische Stahl- und Aluminiumimporte. Diese Maßnahmen verstärken nicht nur die Unsicherheit bei den Anlegern, sondern belasten auch das wirtschaftliche Klima insgesamt. Der erfahrene Marktbeobachter Benny Adler von Goldman Sachs hat die rückläufige Tendenz der Märkte als Folge der enttäuschenden Realität nach den US-Wahlen beschrieben, während JPMorgan darauf hinweist, dass sich derzeit keine günstigen Einstiegsmöglichkeiten bieten. Zudem belasten negative Berichte aus der Luftfahrt- und Konsumbranche die Märkte, so dass Delta Airlines und American Airlines signifikante Kursverluste hinnehmen mussten, berichtet investmentweek.
Ein besonders auffälliges Beispiel ist das Elektroauto-Unternehmen Tesla, dessen Aktien seit Dezember mehr als 50 Prozent gefallen sind. Am Montag sank der Wert um über 15 Prozent, was einem Verlust von 130 Milliarden Dollar entspricht. CEO Elon Musk, der auch gelegentlich als Berater Trumps wirkt, äußerte sein Unverständnis über die Schwierigkeiten, beide Rollen zu vereinen. Trump selbst versuchte, ein positives Zeichen zu setzen, indem er ankündigte, am nächsten Tag ein neues Tesla-Fahrzeug zu kaufen, um seine Unterstützung für Musk zu zeigen, wie oe24 mitteilte. Das Gesamtbild bleibt jedoch düster, und die Märkte warten auf Stabilität.
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