
Ein tragischer Autounfall in Serbien hat das Leben eines Vaters und seiner Tochter gefordert. Marijus S. (36 Jahre) und seine achtjährige Tochter Darija verloren in der Nacht von Sonntag auf Montag gegen 1:30 Uhr auf der Strecke zwischen Tekija und Kladovo ihr Leben, rund 10 km vom Grenzübergang Đerdap entfernt. Die Familie befand sich auf der Rückfahrt von einem internationalen Tanzwettbewerb, bei dem Darija, bekannt für ihr Tanztalent, den ersten Platz belegt hatte. Nur Darijas Mutter, die ebenfalls im Fahrzeug saß, erlitt leichte Verletzungen.
Der Unfall ereignete sich, als ein „Golf 4“ mit hohem Tempo in die Fahrspur der Familie raste. Das erste Fahrzeug, das auf derselben Strecke unterwegs war, konnte einen Frontalzusammenstoß vermeiden. Darija und ihre Mutter waren in diesem Auto untergebracht und erlitten Verletzungen. Der Golf kollidierte in der Folge mit dem Fahrzeug von Marijus und Darija, was sofort zu deren Tod führte. Auch der Fahrer des Golf 4 aus Kladovo kam bei dem Unfall ums Leben. Seine Beifahrerin wurde verletzt und musste medizinisch behandelt werden. In einem emotionalen Akt sammeln Familie und Freunde derzeit Spenden für die Überführung der Verstorbenen nach Rumänien, während der Tanzclub Friks Dance Company von Darija Abschied nahm.
Weitere Tragödien in Serbien
Der Autounfall ereignete sich nur wenige Tage nach einem weiteren verhängnisvollen Ereignis in Serbien. Am selben Tag, an dem das Unglück mit Marijus und Darija passierte, ereignete sich am Mittag ein teilweiser Einsturz des Außendachs eines Bahnhofs in Novi Sad, was zu einem "schwarzen Freitag für ganz Serbien" führte, wie es der serbische Ministerpräsident Milos Vucevic formulierte. Aktuell wurde die Zahl der Todesopfer auf mindestens zwölf erhöht, wobei zuvor acht Tote und mehrere Verschüttete gemeldet worden waren.
Mindestens 80 Rettungskräfte sind im Einsatz, um weitere mögliche Opfer aus den Trümmern zu bergen. Die Ursache des Einsturzes ist noch unbekannt, und die serbische Regierung hat für den betreffenden Tag Staatstrauer angeordnet. Bürgermeister Milan Djuric und Bauminister Goran Vesic besuchten den Unglücksort, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Die Bevölkerung wurde zudem zu Blutspenden aufgerufen.
Verkehrssicherheit auf dem Westbalkan
Der tragische Autounfall und die zahlreichen Verkehrstoten werfen ein Schlaglicht auf die Verkehrssicherheitsproblematik im Westbalkan. Statistiken zeigen, dass im Jahr 2022 fast 1.300 Menschen bei Verkehrsunfällen in der Region starben, wobei Serbien eine überdurchschnittliche Zahl an Verkehrstoten aufweist: 7,5 pro 100.000 Einwohner im Vergleich zum EU-Durchschnitt von 5,1. Die serbische Regierung hat sich das Ziel gesetzt, die Zahl der Verkehrstoten bis 2019 um 50% zu senken.
In diesem Kontext betonte der EIB-Vizepräsident Kris Peeters die dringende Notwendigkeit, den Verlust an Menschenleben zu reduzieren und eine Verbesserung der Straßenverhältnisse für gefährdete Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer zu fördern. Die EU verfolgt das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 um 50% zu senken und bis 2050 auf null zu bringen. Maßnahmen umfassen die Implementierung von strengeren Geschwindigkeitskontrollen und die Beseitigung von Straßenschäden.
Die tragischen Vorfälle sind ein Bürge, die Herausforderungen, mit denen Serbien in Bezug auf Verkehrssicherheit und öffentliche Sicherheit konfrontiert ist, eindringlich zu betrachten. Nur durch koordinierte Maßnahmen und Fortschritte im Bereich der Infrastruktur kann die Zahl der Unfälle und der davon betroffenen Menschen nachhaltig gesenkt werden.
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