In einem tragischen Vorfall am heutigen Tag ist der 23-jährige slowenische Skifahrer Rok Aznoh während der ersten Abfahrt in Beaver Creek schwer gestürzt. Der Unfall passierte in einer Highspeed-Kurve auf der berühmten Strecke „Birds of Prey“, als Aznoh die Kontrolle über seine Skier verlor und ungebremst ins Fangnetz krachte, dabei seinen Helm verlor. Der Sturz war so schwerwiegend, dass das Rennen für etwa 20 Minuten unterbrochen werden musste, während der Athlet reglos auf der Piste lag. Schließlich wurde Aznoh per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen, wo die Verletzungen erkannt wurden.

Wie oe24.at berichtet, erlitt Aznoh einen Kreuzbandriss und einen Meniskusschaden, jedoch konnte Schlimmeres, wie schwere Kopf- oder Nackenverletzungen, ausgeschlossen werden. Auf Instagram bestätigte er, dass seine Saison vorzeitig beendet sei und er nun Zeit zur Erholung benötigen werde. Dieser Vorfall hat nicht nur persönliche Konsequenzen für den Sportler, sondern wirft auch ein Schlaglicht auf die Risiken im Skisport.

Risikofaktoren im Skisport

Die Sicherheitslage im Skisport ist aktuell besorgniserregend. Die jährliche Statistik der Auswertungsstelle für Skiunfälle (ASU) zeigt, dass in der Saison 2022/2023 etwa 42.000 bis 44.000 Skifahrer*innen verletzt wurden. Im Vergleich zur Vorsaison ist dies ein Anstieg, während die Verletzungszahlen im Vergleich zur Basis-Saison 1979/80 um etwa 56 Prozentpunkte zurückgegangen sind. Dennoch ist das Risiko für stationäre Behandlungen nach Skiunfällen gestiegen, von 1,6 auf 1,73 pro 1.000 Skifahrer*innen, was etwa 7.200 bis 7.400 behandelten Fällen entspricht. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der Verletzungsrisiken für Schulter- und Oberarmverletzungen, die von 1,87 auf 2,61 je 1.000 Skifahrer*innen gestiegen sind.

Ein weiterer beunruhigender Trend ist der Anstieg des Risikos für Kollisionsunfälle, das von 1,29 auf 1,50 je 1.000 Skifahrer*innen spürbar angestiegen ist. Solche Unfälle machen 19,7 Prozent aller Skiverletzungen aus. Die ASU empfiehlt zur Verletzungsprävention eine körperliche Vorbereitung, regelmäßige Material- und Bindungschecks sowie die Berücksichtigung der Lawinenlageberichte während der Saison ski-online.de.

Die ermutigenden Worte von Rok Aznoh

Trotz des schweren Unfalls bleibt Aznoh optimistisch und bedankt sich bei den Rettungskräften für ihre schnelle Hilfe. Er versprach seinen Fans, trotz dieser Rückschläge zurückzukommen. Seine Verletzungen markieren das vorzeitige Ende seiner Olympia-Vorbereitung, ein wichtiger Bestandteil seiner Karriere, da die Olympischen Winterspiele bevorstehen. Solche tragischen Ereignisse machen deutlich, wie gefährlich der Spitzensport sein kann, besonders im alpinen Skirennsport.