George S., ein 18-jähriger Student der Universität Bristol aus Shropshire, wird seit über einer Woche in den rumänischen Bergen vermisst. Der junge Brite wanderte auf einem Weg nach Bran, der durch den romantischen Mythos des berühmten Schlosses von Graf Dracula berühmt geworden ist. Laut den Informationen von Kurier setzte George am 23. November einen verzweifelten Notruf aus dem Țigănești-Tal ab, in dem er um Hilfe bat. Bergrettungsdienste berichteten, dass er während des Anrufs „desorientiert“ und „körperlich erschöpft“ wirkte und Anzeichen von Unterkühlung zeigte.

Nach dem Notruf brach der Kontakt ab, und seitdem fehlt von George jede Spur. Ein Bergrettungsteam fand an der Stelle des Notrufs lediglich seinen Rucksack. Die Suchmaßnahmen mussten vorübergehend aufgrund widriger Wetterbedingungen und erhöhter Lawinengefahr unterbrochen werden, wie Kosmo berichtet. Ungeachtet dieser Schwierigkeiten haben die Rettungskräfte die Suche mit einem 17-köpfigen Team wiederaufgenommen, kämpfen jedoch weiterhin gegen frischen Schneefall, dichten Nebel und niedrige Temperaturen.

Suche nach dem Vermissten

Die Familie von George S. ist nach Rumänien gereist, um bei der Suche zu unterstützen und die Route ihres vermissten Angehörigen nachzuvollziehen. Sie bringen ihre Besorgnis über die Umstände seines Verschwindens zum Ausdruck, insbesondere da sie keine Hinweise darauf haben, dass George gezielt zum Schloss Bran aufbrechen wollte. Während des Notrufs wurde ihm geraten, auf derselben Route zurückzugehen und aktiv zu bleiben. Offenbar befolgte er diesen Rat jedoch nicht, was die Situation zusätzlich kompliziert.

Besonders tragisch ist, dass George seiner Mutter die Reise zuvor verschwiegen hatte, um sie nicht zu beunruhigen. Diese Entscheidung könnte nun schwerwiegende Konsequenzen gehabt haben, da der Mut seiner Mutter in der aktuellen Situation auf die Probe gestellt wird. Ihre Trauer über den Verlust verdeutlichte sie in einem Facebook-Post, in dem sie an Georges Charakter und seine positiven Eigenschaften erinnerte, während sie hofft, eines Tages endgültig Abschied nehmen zu können.

Bergsteigen und Sicherheit

Die Tragödie von George S. ist nicht nur ein Einzelfall, sondern steht im Kontext steigender Unfallzahlen im Bergsport. Laut BR.de bedeutet die Hochsaison in den Alpen, die oft Wanderer und Bergtouren anzieht, ein erhöhtes Risiko. Ungeplantes Verhalten und unerwartete Wetterbedingungen sind häufige Ursachen für Unfälle.

Der Deutsche Alpenverein berichtet, dass es entgegen des Anstiegs der Rettungseinsätze auch eine Abnahme der tödlichen Unfälle gibt, bedingt durch bessere Ausrüstung und präzisere Wettervorhersagen. Dennoch sollten BergsportlerTouren sorgfältig planen und sich gegebenenfalls Unterstützung von erfahrenen Bergführern oder Informationsangeboten des Alpenvereins einholen. Diese Vorbereitungen sind entscheidend, um sicherzustellen, dass es nicht zu weiteren Tragödien wie dem Verschwinden von George S. kommt.