
Der Sturz des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad am 8. Dezember durch die Dschihadisten der Haiat Tahrir al-Scham (HTS) hat neueste politische Turbulenzen ausgelöst. Donald Trump, der designierte US-Präsident, hat die Türkei unter Recep Tayyip Erdogan für diesen Machtwechsel verantwortlich gemacht. Laut Trump habe die Türkei eine „feindliche Übernahme“ durchgeführt, eine Bewertung, die der türkische Außenminister Hakan Fidan entschieden zurückwies. „Das wäre ein schwerer Fehler“, sagte er im Interview mit Al-Dschasira und betonte, dass es nicht um eine Übernahme, sondern um den Willen des syrischen Volkes gehe. Als Reaktion auf die Ereignisse in Syrien, in dem über eine Million Menschen aufgrund erneuter Kämpfe fliehen mussten, hebt die Türkei ihre Rolle als Unterstützerin der Opposition gegen Assad hervor, wo Millionen syrischer Flüchtlinge in der Türkei leben, wie die Krone reportierte.
Politische Spannungen und militärische Bedrohungen
Die Biden-Administration warnt vor möglichen türkischen offensiven Maßnahmen gegen die kurdische Selbstverwaltung in Syrien, während Trump den türkischen Militäraktionen keineswegs ablehnend gegenüber steht. Ungeachtet der Bedenken der US-Regierung hat Trump die Intervention der Türkei in Syrien gelobt und bezeichnete sie als strategischen Schachzug. Aktuell befürchten hochrangige Vertreter innerhalb der Biden-Regierung einen Einmarsch türkischer Truppen, während sich diese in der Nähe der kurdischen Stadt Kobanê sammeln. Der türkische Außenminister Fidan hatte bereits gefordert, dass die kurdische YPG-Miliz, Teil der SDF, sich auflösen müsse, andernfalls drohe eine militärische Intervention, was er als notwendig erachtete, um die regionale Stabilität zu gewährleisten. Diese Entwicklungen könnten zu einer ernsten humanitären Krise führen, da tausende vertriebene Personen bereits in der Region umherirren, berichtete das Frankfurter Rundschau.
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