In Crans-Montana, Schweiz, finden die Skirennen trotz der verheerenden Feuerkatastrophe in der Silvesternacht statt. Bei diesem tragischen Vorfall starben 40 Menschen und mehr als 100 wurden verletzt. Die Ereignisse haben die Stimmung stark beeinflusst, und die ursprünglich fröhliche Atmosphäre der Ski-Veranstaltung ist einer gedrückten Stimmung gewichen. Dennoch sind die Rennen für die Olympischen Spiele 2026 und die Weltmeisterschaft 2027 von großer Bedeutung. Krone berichtet, dass das Training zur Herren-Abfahrt bereits positive Sportmomente geboten hat.
Daniel Hemetsberger zeigte im Training eine starke Leistung und wurde Vierter. Er plant, im Rennen „all in“ zu gehen und möchte den Sieg erringen. Die Wetterbedingungen waren ideal, nachdem das erste Training wegen Nebel abgesagt werden musste. Neben Hemetsberger belegte auch Stefan Babinsky einen vielversprechenden achten Platz, ebenfalls motiviert, seine Leistung zu zeigen.
Trauer und Gedenken
Die Rennen begleiten eine Gedenkzeremonie für die Opfer des Brandes. Das italienische Team wird mit einem Gedenkflor an den Start gehen. Unter den Opfern war auch der 16-jährige Nachwuchsgolfer Emanuele Galeppini. Elena Curtoni, eine Athletin des italienischen Teams, äußerte ihre Betroffenheit über die Tragödie. Organisatoren und Teilnehmer haben beschlossen, trotz der Trauer an den Wettkämpfen festzuhalten, um positive Energie zu schicken. Gemeindepräsident Nicolas Féraud betont die Wichtigkeit der positiven Emotionen, trotz der dunklen Ereignisse. Eine Gedenkminute wird vor dem Rennbeginn eingelegt, und die Veranstalter verzichten auf Partys oder Rahmenveranstaltungen.
Die Rennveranstaltungen sind klar strukturiert: Am Freitag und Samstag stehen die Frauen-Abfahrt und der Super-G an, bevor die Männer am Sonntag ihren Abfahrtslauf absolvieren. Trotz abwesender Top-Athleten wie Vincent Kriechmayr, der sich auf das Training in Saalbach konzentriert, sind viele Teilnehmer aus verschiedenen Nationen vor Ort. Der Weltcup wird sich jedoch aufgrund der Umstände auf das Wesentliche konzentrieren: die Piste und das Zielstadion.
Fokus auf den Sport
Die Veranstalter haben beschlossen, keine Veranstaltungen außerhalb der Wettkämpfe durchzuführen. Laut Tagesspiegel beschränken sich die Aktivitäten auf Momente des Schweigens und Gedenkens. Eine transparente Kommunikation und die Trauerschleifen an den Startnummern sowie der Satz „Unsere Gedanken sind bei euch“ auf den Werbebanden verdeutlichen die Mourning und den Respekt vor den Opfern. Die auf den ersten Blick widerstreitenden Welten von Sport und Trauer begegnen sich in einem entscheidenden Moment der menschlichen Emotion.
Der Alpinchef des ÖSV, Christian Mitter, zollte der Strecke in Crans-Montana Respekt und verglich sie mit der legendären Streif und der Stelvio, wobei er die unterschiedlichen Charakteristiken der Pisten erläuterte. Auch wenn einige Athleten zurückhaltend agieren, restauriert der Ski-Wettkampf nach der Tragödie den Fokus auf den Sport und die Leistungen der Athleten.
Die Herausforderungen von Crans-Montana beginnen hiermit, und es bleibt abzuwarten, welche Geschichten in den nächsten Tagen erzählt werden. Der erste Test für die Olympischen Spiele und die WM 2027 hat bereits begonnen, und mit jeder Abfahrt wird die Botschaft von Hoffnung und Stärke übermittelt.