Der Afrika-Cup endete am Sonntagabend in Rabat mit einem dramatischen Finale zwischen Marokko und Senegal. Sensationelle Wendungen und ein umstrittener Elfmeter sorgten für hitzige Diskussionen auf und neben dem Platz. Das Spiel stand kurz vor dem Abbruch, als die senegalesischen Spieler nach einem strittigen Elfmeterpfiff in die Kabine gingen. Marokko vergab den Elfmeter und Senegal gewann schließlich nach Verlängerung mit 1:0.

Marokkos Trainer Walid Regragui bezeichnete die Vorkommnisse als beschämend für Afrika, nachdem Schiedsrichter Jean-Jacques Ndala Ngambo in der sechsten Minute der Nachspielzeit auf Elfmeter entschieden hatte. Der fällige Elfmeter war das Ergebnis eines Zweikampfs zwischen Brahim Díaz und El Hadji Malick Diouf, der nach einer VAR-Überprüfung gegeben wurde. Díaz schoss den Elfmeter als Lupfer, doch Torwart Edouard Mendy hielt den Ball.

Umstrittenes Finale

Vor dem Elfmeter kam es zu fast 20 Minuten Diskussionen und Protesten von Senegals Spielern, was schließlich dazu führte, dass Trainer Pape Thiaw seine Spieler in die Kabine beorderte. Allerdings forderte Sadio Mané seine Teamkollegen auf, zurückzukehren. In der vierten Minute der Verlängerung erzielte Pape Gueye das entscheidende Tor für Senegal. FIFA-Präsident Gianni Infantino nannte die Vorfälle „inakzeptabel“ und verurteilte das Verhalten einiger Spieler und Fans.

Die marokkanische Mannschaft äußerte scharfe Kritik gegenüber der Schiedsrichterentscheidung. Trainer Regragui kritisierte nicht nur Thiaws Verhalten, sondern auch den Elfmeter-Schuss von Díaz. In diesem Kontext kündigte der marokkanische Fußball-Verband (FRMF) rechtliche Schritte gegen die senegalesische Mannschaft an. Pape Thiaw entschuldigte sich daraufhin für die Reaktion seiner Mannschaft und räumte Fehler des Schiedsrichters ein.

Feierlichkeiten in Dakar

Trotz der Kontroversen feierten Tausende von Menschen in Dakar den historischen Sieg ihrer Nationalmannschaft mit Feuerwerken und Hupkonzerten. Senegals Präsident erklärte den 19. Jänner zum Feiertag, womit Schulen und Büros am Montag geschlossen bleiben. Die Toptorschütze des Turniers, Brahim Díaz, erhielt den goldenen Schuh und wurde mit gemischten Reaktionen empfangen, als die Fans ihn mit Pfiffen und Applaus begrüßten.

Zusätzlich wurden die Schiedsrichteransetzungen während des Turniers mehrfach kritisiert. So wurde beispielsweise der ägyptische Schiedsrichter Amin Omar aufgrund einer Beschwerde des marokkanischen Verbands abgesetzt. Der Wechsel zu Dahane Beida, einem Schiedsrichter aus Mauretanien, sorgte für Verwirrung, da der kamerunische Verband nicht über die Änderung informiert wurde. Dieser Vorfall verdeutlicht die Spannungen und Herausforderungen, die während des Afrika-Cups auftraten, und die Auswirkungen, die sie auf die Spiele hatten.

Die Situation rund um das Finale und die Schiedsrichteransetzungen wurde von vielen als insgesamt sehr besorgniserregend angesehen, was die Integrität des Turniers betrifft. Der Kontroversen rund um den Elfmeter und die Eskalation der Ereignisse verdeutlichen, wie man mit einem prestigeträchtigen Turnier umgeht

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Für weitere Details zu den Entwicklungen rund um das Turnier und die Reaktionen der beteiligten Parteien, siehe die folgenden Berichte: Laola1, n-tv, und SportBild.