Der Rückruf von Airbus A320-Flugzeugen aufgrund von schwerwiegenden Softwareproblemen verläuft weitgehend glimpflich. Laut vienna.at hat Airbus die Softwareprobleme bei rund 6.000 Maschinen weitgehend behoben. Die Mehrheit dieser Flugzeuge hat bereits die erforderlichen Modifikationen erhalten, während der Hersteller mit Airline-Kunden zusammenarbeitet, um die Modifizierung von weniger als 100 verbleibenden A320-Maschinen abzuschließen.

Am Wochenende kam es zu einer besorgniserregenden Situation, als ein JetBlue-Flug infolge eines plötzlichen Höhenverlustes am 30. Oktober notlanden musste, wobei zehn Passagiere verletzt wurden. Dieser Vorfall führte zu einem weltweiten Rückruf der A320-Flugzeuge. Airbus entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten und Verspätungen, die sowohl für Passagiere als auch für Fluggesellschaften entstanden sind.

Reibungslose Umsetzung der Updates

Die Durchführung des notwendigen Software-Updates verlief schneller und reibungsloser als erwartet. In den meisten Fällen konnten die Airlines den Flugbetrieb schnell wieder normalisieren, berichtet br.de. Laut Airbus wurden viele Updates bereits am Freitagabend implementiert, sodass viele Passagiere kaum etwas von den Maßnahmen bemerkten. Einschränkungen im Flugverkehr blieben am Wochenende trotz des reiseintensiven Zeitraums in den USA weitgehend überschaubar.

Kurzfristige Maßnahmen führten jedoch zu einzelnen Flugausfällen, insbesondere bei ANA in Japan, wo 95 Flüge gestrichen werden mussten, betroffen waren 13.500 Reisende. Auch in Südkorea kam es zu Einschränkungen, jedoch ohne größere Auswirkungen auf den Gesamtverkehr. American Airlines berichtete von 209 betroffenen Flugzeugen, von denen die meisten bereits am Freitag aktualisiert wurden.

Technische Hintergründe

Die zentrale Ursache für die Rückrufaktion war ein Vorfall, bei dem intensive Sonnenstrahlung möglicherweise zu einer fehlerhaften Datenverarbeitung geführt hat. Airbus warnte, dass kosmische Strahlung die Steuerungsdaten beschädigen kann, weshalb ohne das Update die Maschinen nicht mehr starten durften, was eine weltweite Überprüfung für über 6.000 Flugzeuge auslöste, wie auch tagesschau.de berichtet.

Insgesamt hat die Airbus-Aktie in der Folge des Vorfalls um über acht Prozent nachgegeben und fiel auf 188,04 Euro, womit sie unter der Marke von 200 Euro liegt. Im Vergleich dazu war der Kurs Ende Oktober auf fast 217 Euro gestiegen. Der Rückruf und das notwendige Update der Software sind nicht nur für die Sicherheit der Passagiere von entscheidender Bedeutung, sondern beeinflussen auch die wirtschaftliche Lage des Unternehmens erheblich.