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Tragisches Bootsunglück: Mindestens vier Migranten bei Lesbos ertrunken

In der Meerenge zwischen der Türkei und der griechischen Insel Lesbos kam es zu einem tragischen Bootsunglück, bei dem mindestens vier Migranten ihr Leben verloren. 23 Menschen konnten gerettet werden. Laut Überlebenden befanden sich insgesamt 31 Personen an Bord des Bootes, das auf dem Weg nach Europa war. Die griechische Küstenwache führt nun eine großangelegte Rettungsaktion durch, um die Vermissten zu suchen. Die Herkunftsländer der Migranten ist bisher unklar. Schlepperbanden bringen viele von ihnen über die gefährliche Ägäis-Route oder aus dem Libanon und Syrien nach Europa. Leider sind tragische Enden dieser gefährlichen Reisen immer wieder die Realität, berichtete exxpress.at.

Der Anstieg solcher Unglücke führt zu verstärkter Besorgnis seitens der UN-Flüchtlingsagentur (UNHCR). In diesem Monat starben allein 17 Menschen bei solchen Unfällen; insgesamt gab es in diesem Jahr mindestens 45 Todesfälle. Laut den offiziellen Zahlen haben seit Jahresbeginn etwa 56.000 Menschen illegal Griechenland betreten, was einen fünfjährigen Höchststand darstellt. Maria Clara Martin, die UNHCR-Vertreterin in Griechenland, fordert dringende Lösungen und sichere Alternativen für die vielen Menschen, die vor Gewalt und Verfolgung fliehen. Dieser Anstieg der Migrantenankünfte in diesem Jahr wird von den griechischen Behörden auf die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten zurückgeführt, wie apnews.com berichtet.

Zunehmende Migration über das Mittelmeer

Die Situation im Mittelmeer hat sich in den letzten Monaten dramatisch verschärft. In diesem Jahr sind etwa 186.000 Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben nach Europa gekommen, wobei 130.000 von ihnen in Italien registriert wurden. Das stellt einen Anstieg von 83 % im Vergleich zum Vorjahr dar. Über 2.500 Menschen sind seit Jahresbeginn im Mittelmeer entweder vermisst oder ums Leben gekommen. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) spricht sogar von über 2.700 Toten und Vermissten. Die Ursachen für diese Migration sind vielfältig und umfassen Unsicherheit und Rassismus, insbesondere aus Regionen wie Tunesien und Libyen, wie zdf.de feststellt.

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Die neuen Herausforderungen an den EU-Grenzen werfen Fragen über die Asylpolitik auf. Die Bundesregierung plant, einer neuen Asyl-Krisenverordnung der EU zuzustimmen, in der zeitweilige Internierungen für Asylsuchende vorgesehen sind. Diese Maßnahmen werden von Menschenrechtsorganisationen jedoch scharf kritisiert. Der Anstieg der Migrantenankünfte hat auch innerhalb der EU Spannungen erzeugt, während die Diskussion über reformierte Asylverfahren an den Außengrenzen weitergeht.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Bootsunglück
In welchen Regionen?
Meerenge zwischen der Türkei, griechische Insel Lesbos
Genauer Ort bekannt?
Lesbos, Griechenland
Festnahmen
1
Beste Referenz
exxpress.at
Weitere Quellen
apnews.com

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