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IS-Unterstützerin vor Gericht: Zwillingsreisen ins Kriegsgebiet!

Die Justiz steht vor einer brisanten Verhandlung, in der eine Frau beschuldigt wird, der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) beigetreten zu sein. Laut 5min lebte die Angeklagte mit ihrem Ehemann zwischen Juli 2015 und Oktober 2017 im syrischen Kriegsgebiet und unterstützte aktiv den IS. Ihr Prozess beginnt bereits nächste Woche, wo sie sich wegen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung und kriminellen Organisation verantworten muss. Vor der Unschuldsvermutung wird sie dennoch vor Gericht als unschuldig gelten.

Die Anklage stützt sich auf ihre Reisen ins IS-Gebiet: Der erste Antritt war am 9. Juli 2015, als sie von B nach Syrien flog, um ihren Ehemann zu unterstützen. Nach einem gescheiterten ersten Versuch, sich dem IS anzuschließen, kehrte sie am 17. September 2015 zurück. Am 19. Juni 2016 unternahm sie einen weiteren Reiseantritt und gelangte über die Türkei illegal nach Syrien, wo sie in einer Wohnung in der IS-Hauptstadt lebte.

Lebensumstände und Unterstützung

Während ihrer Zeit im IS-Gebiet unterstützte die Angeklagte ihren Mann psychisch und übernahm den Haushalt. Im Mai 2017 brachte sie einen gemeinsamen Sohn zur Welt. Der IS wird als langfristiger Zusammenschluss definiert, der sowohl Terroranschläge durchführt als auch finanziert. Seine Grausamkeiten und Praktiken, wie beispielsweise Geiselnahmen und die Ausbeutung von Bodenschätzen, haben zur Zerstörung des syrischen und irakischen Staates beigetragen.

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In einem verwandten Kontext beschreibt die Situation im Al-Hol-Camp in Nordostsyrien, das mehr als 40.000 ehemalige IS-Anhänger und deren Angehörige beherbergt. Laut Süddeutsche sind die Lebensbedingungen dort katastrophal: Krankheiten und Hunger sind weit verbreitet. Die USAID, die wesentlich für die humanitäre Unterstützung in diesen Camps verantwortlich ist, stoppte kürzlich alle Zahlungen, was zu einer dramatischen Verschlechterung der Lage führte. Hilfsorganisationen mussten ihre Arbeit einstellen, und die Situation wird als weitgehend rechtsfreier Raum beschrieben.

Die Sicherheitslage wird von den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) überwacht, die in der Vergangenheit entscheidend zur Niederlage des IS beigetragen haben. Dennoch gibt es immer wieder Berichte über Ausbruchsversuche und eine potenzielle Radikalisierung von Kindern im Camp. Experten warnen, dass die Entziehung von US-Hilfen langfristig die Genesung und Stabilität in der Region gefährden könnte.

Zukünftige Herausforderungen

Die Lagerleiterin kritisierte die internationale Gemeinschaft für ihre mangelnde Unterstützung. Es gibt Bedenken über mögliche Aufstände und eine neue Radikalisierung der Insassen. Der IS ist trotz Niederlagen weiterhin präsent und könnte im Schatten der fehlenden Unterstützung neuen Aufwind bekommen. Laut Tagesschau ist die Angst vor einer Wiedererstarkung des IS in Nordostsyrien groß.

Die kommenden Verhandlungen gegen die Angeklagte werden daher nicht nur persönliche Implikationen haben, sondern auch größere gesellschaftliche und politische Fragen aufwerfen, die das Schicksal von vielen, die im Schatten des IS leben, beeinflussen könnten.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Terrorismus
In welchen Regionen?
B,Syrien
Genauer Ort bekannt?
Al-Hol, Syrien
Beste Referenz
5min.at
Weitere Quellen
sueddeutsche.de

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