
Diese Woche in den Reisennachrichten: Die japanische Insel Okinawa 80 Jahre nach der Schlacht im Zweiten Weltkrieg besuchen, die riskantesten Phasen Ihres Fluges sowie neue Touristensteuern weltweit.
Pässe, Visa und Eintrittsgebühren
Wir leben in einer Ära beispielloser Reisefreiheit, doch aktuell scheinen sich einige Türen zu schließen. Italien verschärft drastisch die Anforderungen für die Staatsbürgerschaft und beendet damit die Träume vieler Tausender, die durch ihre Vorfahren einen italienischen Pass beantragen wollten. Spanien hat sein „Goldenes Visum“-Programm eingestellt, das ausländischen Staatsbürgern Wohnrechte gewährte. Touristen aus der EU müssen nun, genau wie Besucher aus 48 anderen Ländern, ein Visum beantragen und eine Gebühr vor der Einreise zahlen.
Und das sind nur die Schlagzeilen dieser Woche. Um dem Overtourismus entgegenzuwirken, hat Venedig die Eintrittsgebühren für Tagesbesucher verdoppelt, während Edinburgh eine Touristensteuer für Übernachtungen einführt.
In New York hat das Empire State Building eine dynamische Preisgestaltung eingeführt, bei der die Preise je nach Nachfrage steigen. In Japan plant Kyoto die Erhöhung seiner Hotelsteuern um das Zehnfache.
Bergsteiger müssen ebenfalls tiefer in die Tasche greifen. Die Gebühren für eine Besteigung des Mount Everest steigen um mehr als 35%, und um Mount Fuji zu erklimmen, ist nun eine Gebühr von 27 USD sowie ein Test erforderlich.
Eine positive Nachricht zum Abschluss dieses Abschnitts: Die Europäische Union verschenkt 36.000 kostenlose internationale Zugpässe an junge Menschen.
80 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg
Einer der tödlichsten Kämpfe des Zweiten Weltkriegs fand auf der japanischen Insel Okinawa statt, bei dem schätzungsweise 240.000 Menschen getötet oder vermisst wurden. Achtzig Jahre später können Besucher an den Stätten des Geschehens Geschichte hautnah erleben und die Überreste der Ruinen begutachten.
Im Süden der Niederlande erwartet Besucher eine ebenso eindringliche Erinnerung an die Geschichte des Zweiten Weltkriegs. Direkt außerhalb der Stadt Margraten befindet sich der einzige amerikanische Militärfriedhof des Landes, der etwa 10.000 US-Soldaten gedenkt, die im Krieg gefallen sind. Der Friedhof ist einer von mehreren in Europa, die ein Grab-Übernahmeprogramm anbieten. Seit den späten 1940er Jahren haben lokale niederländische Familien ehrenamtlich die Pflege der Gräber amerikanischer Soldaten übernommen und pflegen damit eine beständige Erinnerungskultur.
Flugsicherheit
Ein Flug von Bali, Indonesien, nach Melbourne, Australien, musste am Montag umkehren, nachdem ein Passagier versucht hatte, eine Flugzeugtür zu öffnen über dem Indischen Ozean. Am Dienstag wurden Passagiere aus einem American Airlines-Jet in Georgia evakuiert, nachdem ein brennender Geruch und Rauch in der Kabine gemeldet wurden.
Am Mittwoch gab die FAA bekannt, dass ein „Stressmanagement-Team“ mit Fluglotsen am Ronald Reagan Washington National Airport zusammentreffen werde, nachdem es in letzter Zeit mehrere Vorfälle, darunter eine tödliche Kollision in der Luft und einen Streit im Kontrollturm, gegeben hatte.
Trotz dieser Vorkommnisse bleibt das Fliegen die sicherste Art des Reisens, mit Millionen von Passagieren, die täglich unfallfreie Reisen genießen. Im Detail betrachtet sind jedoch einige Phasen des Fluges risikoreicher als andere — lesen Sie mehr dazu hier. Und bezüglich der oft diskutierten Frage, ob einige Sitzplätze im Flugzeug sicherer sind als andere, hier ist was Experten dazu sagen.
Flughafentheorie
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