
Österreichische Reisende, die in die USA einreisen möchten, sollten sich über die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitsmaßnahmen im Klaren sein. Laut einem Bericht von vol.at steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Reisenden mit gültigen Visa oder ESTA die Einreise verwehrt wird, wenn sie ihre mobilen Geräte beim Grenzübertritt nicht entsperren. Diese Regelung betrifft nicht nur Österreicher, sondern auch Bürger aus Deutschland und Großbritannien. Ein jüngster Vorfall zeigt die Strenge dieser Kontrollen: Ein französischer Forscher wurde die Einreise verweigert, nachdem kritische Nachrichten über Donald Trump auf seinem Handy entdeckt wurden.
Reisende müssen damit rechnen, dass US-Grenzbeamte mobile Geräte durchsuchen dürfen, auch ohne Zustimmung der betroffenen Person. Laut diebewertung.de kann ein Reisender sofort zurückgewiesen werden, wenn er nach dem Passwort gefragt wird und dieses nicht preisgibt. Selbst wenn der Zutritt gewährt wird, können Geräte für Monate beschlagnahmt und sogar deren Inhalte heruntergeladen werden. Es wird geraten, mit möglichst wenigen Daten in die USA zu reisen und für berufliche Reisen alternative Geräte ohne vertrauliche Inhalte zu verwenden.
Empfohlene Vorsichtsmaßnahmen
Experten empfehlen, vor der Reise alle sensiblen Daten von mobilen Geräten zu entfernen und alle Accounts, insbesondere Cloud-Dienste, vorübergehend zu deaktivieren. Apple-Nutzer sollten den sogenannten 'Lockdown Mode' aktivieren, um einen besseren Schutz gegen externen Zugriff zu gewährleisten. Auch die Nutzung von sogenannten „Burner Phones“ wird angeraten, um persönliche Informationen zu schützen. Sicherheitsmaßnahmen sind besonders wichtig, da die verstärkten Kontrollen seit dem Amtsantritt von Ex-Präsident Donald Trump zu einer Zunahme von Abschiebungen und Einreiseverweigerungen geführt haben.
Die US-Grenzschutzbehörde (CBP) hat klargestellt, dass jede Person, die in die USA einreist, einer Kontrolle unterzogen werden kann. Laut CBP-Vertreter Hilton Beckham haben Reisende mit rechtmäßiger Absicht nichts zu befürchten. Dennoch ist es ratsam, Kontaktdaten eines Anwalts ausgedruckt mitzunehmen, falls es zu Schwierigkeiten kommt.
Reiseempfehlungen vom Auswärtigen Amt
Das Auswärtige Amt gibt weitere wichtige Hinweise zur sichereren Einreise in die USA. Reisende sollten sich in die Krisenvorsorgeliste eintragen, sich über Sicherheitsrisiken informieren und eine passende Reisekrankenversicherung abschließen. Erhöhte Vorsicht ist auch in Bezug auf potenzielle terroristische Bedrohungen und steigende Gewaltkriminalität in Großstädten geboten. Zudem sollten Reisende sich über aktuelle Wetterbedingungen und Naturgefahren, wie Hurrikane oder Erdbeben, informieren.
Die strengen Einreisebestimmungen erfordern von den Reisenden nicht nur umfassende Vorbereitung, sondern auch ein Bewusstsein für ihre Rechte. Die Kontrolle von persönlichen Gegenständen und elektronischen Geräten durch Grenzbeamte darf ohne richterlichen Beschluss erfolgen. Reisende sollten sich der möglichen Risiken und der Notwendigkeit, sensible Daten zu schützen, bewusst sein.
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