Massive Waldbrände haben seit Donnerstag die Küstengebirgsregion Jabal Turkman in Syrien heimgesucht und dabei Tausende Hektar Wald zerstört, während die Rettungskräfte überfordert sind.
Herausforderungen bei der Brandbekämpfung
Abdel Kafi Kayyal, Direktor des Zivilschutzes in der Provinz Lattakia, berichtete, dass die Bekämpfung der Brände durch starke Winde, unwegsames Gelände und die Gefahr von Landminen, die aus Jahren des Krieges zurückgeblieben sind, erschwert wird.
Auswirkungen auf die Bevölkerung
Die Brände breiteten sich entlang einer Linie von 20 Kilometern aus und schnitten Straßen ab, sodass Tausende gezwungen waren, ihre Häuser zu verlassen. Einige Gebiete sind zudem ohne Strom.
Feldberichterstattung und internationale Reaktionen
Drohnenvideos zeigen, wie sich die Feuer über ein weites Terrain ausbreiten und beim Zusammentreffen mit trockenem Wald gelegentlich aufflammen. „Dieses Feuer ist extrem schwierig zu bekämpfen“, so Kayyal gegenüber CNN am Samstag. Verstärkung wurde aus dem ganzen Land angefordert.
Ausbreitung der Brände und internationale Hilfe
Die Brände haben nun auch Teile der Provinz Tartous erreicht, trotz der Bemühungen von mehr als 60 Feuerwehr-Einheiten. Die syrischen Behörden haben internationale Hilfe angefordert. Die Türkei hat zwei Hubschrauber und 11 Feuerwehrfahrzeuge entsandt, während am Sonntag jordanische Zivilschutzteams die Grenze überquerten, um bei den Löscharbeiten zu unterstützen.
Umfang der Zerstörung
Satelitendaten des FIRMS-Dienstes der NASA zeigen, dass die verbrannte Fläche mittlerweile 180 Quadratkilometer übersteigt – eine Fläche, die größer ist als die Hauptstadt Damaskus. Nach Angaben der syrischen Regierung aus dem Jahr 2023 beträgt die Waldfläche des Landes etwa 5.270 Quadratkilometer, was bedeutet, dass in nur drei Tagen mehr als 3 % des gesamten Waldes des Landes durch die Brände zerstört wurden.
Langfristige Dürrebedingungen
Zusätzlich ist das Land von einer langanhaltenden Dürre betroffen. Das Carnegie Endowment Middle East-Programm berichtete im vergangenen Jahr, dass die gesamte Region des Euphratbeckens, insbesondere die südlichen und östlichen Wüstengebiete Syriens, in den letzten vier Jahren unter geringem Niederschlag und außergewöhnlich hohen Temperaturen gelitten hat.