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In Katalonien, dem beliebten Urlaubsziel in Spanien, stehen Touristen vor einer großen Veränderung: Die Touristensteuer wird nun verdoppelt! Diese drastische Maßnahme, die in der Hauptstadt Barcelona besonders stark spürbar sein wird, kommt aufgrund des enormen touristischen Andrangs, der längst nicht nur Positives mit sich bringt. Laut Berichten von Krone ist der Anstieg der Besucherzahlen auch für lokale Probleme wie Wohnungsmangel und überlastete Infrastruktur verantwortlich. Um diesen Herausforderungen entgegenzuwirken, wird die Übernachtungssteuer auf bis zu 15 Euro pro Nacht für einige Gäste steigen.
Die neuen Übernachtungsgebühren passen sich an die Art der Unterkunft an. Reisende, die in 5-Sterne-Hotels übernachten, müssen künftig mit bis zu 7 Euro pro Nacht rechnen, während Dritte in 4-Sterne-Hotels zusätzlich 3,40 Euro zahlen werden. Die Abgabe für Gäste in Ferienunterkünften wie Airbnbs wird auf 4,50 Euro erhöht. Dies ist das Ergebnis einer Einigung zwischen der katalanischen Regierung und der Parlamentarischen Gruppe Comuns, wie The Local berichtete.
Die Hintergründe der Verdopplung
Diese Steuererhöhung zielt darauf ab, 25 Prozent der Einnahmen für den Wohnungsmangel zu verwenden, der durch den Massentourismus verschärft wird. Die Hotellerie hat sich bereits gegen diese Erhöhung ausgesprochen, da sie befürchtet, dass Urlauber abgeschreckt werden könnten. David Cid, ein Sprecher der Comuns, verteidigte jedoch die Maßnahme, indem er auf die hohe Zahlungsbereitschaft der Touristen hinwies: „Eine Person, die zwischen 300 und 400 Euro für eine Hotelübernachtung zahlt, kann locker sieben Euro mehr zahlen“, so Cid. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines Rekords von 19,9 Millionen Besuchern in Katalonien im Jahr 2024, was die Region zur meistbesuchten in Spanien macht.
Die neue Regelung wird nicht nur in Barcelona, sondern auch in den umliegenden Gemeinden greifen, wo Bürger ebenfalls eigene kommunale Zuschläge erheben können. Dies könnte bedeuten, dass die Gesamtsteuern in Katalonien noch höher ausfallen als bisher. Die politische Diskussion um den Massentourismus wird angesichts dieser Maßnahmen sicherlich weiter an Fahrt gewinnen, da die Sorgen der Anwohner über die Auswirkungen auf Alltag und Wohnraum unüberhörbar sind.
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