
Apple hat heute den Verkaufsstart des iPhone 16 in Indonesien für den 11. April angekündigt. Diese wichtige Mitteilung folgt auf die Aufhebung des Verkaufsverbots, das im Oktober 2024 verhängt wurde, weil das Unternehmen nicht die gesetzlichen Anforderungen erfüllte, wonach 40 Prozent der Komponenten von indonesischen Herstellern stammen müssen. Laut oe24 gab es von Seiten des indonesischen Industrieministeriums keine Rückmeldungen auf Anfragen der Nachrichtenagentur AFP.
Der Verkauf von Apples iPhone 16 wurde auch für Googles Pixel-Smartphones erwirkt, was den Druck auf ausländische Unternehmen erhöht, lokale Produktionsstandards zu erfüllen. Trotz des Verbots war die private Einfuhr der Geräte nach Indonesien weiterhin erlaubt, was die Nachfrage nach Apple-Produkten nicht völlig bremste. Der Markt wird in Indonesien mehrheitlich von Marken wie Xiaomi, Oppo, Vivo und Samsung dominiert.
Investitionen in Indonesien
Die Aufhebung des Verkaufsverbots war das Ergebnis von Verhandlungen zwischen Apple und der indonesischen Regierung, die in einer erheblichen Investition mündeten. Apple hat sich verpflichtet, 1 Milliarde US-Dollar in Indonesien zu investieren, was die Rahmenbedingungen für eine langfristige Zusammenarbeit verbessern soll. Diese Einigung wird diese Woche offiziell unterzeichnet, wie apfeltalk berichtet.
Die geplanten Investitionen umfassen den Bau einer Produktionsanlagen für AirTags auf der Insel Batam, die 20 Prozent der weltweiten AirTag-Produktion übernehmen soll, sowie eine neue Fabrik für Apple-Zubehör in Bandung. Darüber hinaus wird Apple seine Entwicklerakademien erweitern, um lokale Talente zu fördern. Allerdings hat Apple auch mit einer Strafe von 10 Millionen US-Dollar für frühere Verstöße gegen lokale Vorschriften zu rechnen.
Marktstrategien und Zukunftsausblick
Die Entscheidung von Apple, in Indonesien zu investieren, wird als Sieg für Präsident Prabowo Subianto gewertet, der ausländische Unternehmen ermutigen möchte, mehr in den indonesischen Markt zu investieren. Vor der aktuellen Einigung hatte Apple seit 2021 nur etwa 95 Millionen US-Dollar in das Land investiert. Der indonesische Markt gilt mit über 278 Millionen Einwohnern und einer Jungbevölkerung als vielversprechend für neue Absatzmärkte, insbesondere in Zeiten sinkender Verkaufszahlen in China.
Mit dieser Vereinbarung zeigt Apple sein Engagement für den südostasiatischen Raum und die bedeutende Rolle, die Indonesien in seiner Wachstumsstrategie spielt. Es bleibt abzuwarten, ob die indonesische Regierung ihre Entscheidung über die Aufhebung des Verbots durchsetzt, denn in der Vergangenheit gab es bereits Rückzieher bei internationalen Wirtschaftsvereinbarungen.
Quellen: oe24, apfeltalk, MacLife.
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